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Wie trägt man sie richtig? Nicht alle wissen Bescheid

Sie prägen das Alltagsbild im Jahr 2020 wie kaum etwas anderes: Schutzmasken. Die sogenannten Alltagsmasken, die Mund und Nase bedecken sollen, damit andere Menschen vor Ansteckungen geschützt werden, sind unbeliebt, doch die meisten Menschen erkennen ihre Notwendigkeit an. Aber sind sie auch ausreichend über den richtigen Gebrauch informiert? Die Universität Erfurt geht Fragen wie diesen in einem 'COVID19-Monitoring' nach.

Wie gut kennen sich Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit einer Mund-Nasen-Bedeckung aus? Welche Fragen und Unsicherheiten beschäftigen sie im Hinblick auf Nutzung und Reinigung sogenannter Alltagsmasken? Dieser Frage ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Rahmen des COVID-19 Snapshot Monitoring (COSMO) der Universität Erfurt nachgegangen, das wöchentlich Wahrnehmung, Wissen und Verhalten von mehr als 1000 Befragten zu COVID-19 erhebt. Die BZgA ist aktives Mitglied im COSMO-Konsortium.

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich jüngere Befragte deutlich weniger im Umgang mit Alltagsmasken auskennen als Ältere, obwohl beide Gruppen sie ähnlich häufig tragen. Geben die 18- bis 29-Jährigen zu 79 Prozent an, in der letzten Woche häufig oder immer eine Mund-Nasen-Bedeckung benutzt zu haben, so liegt der Anteil bei den über 65-Jährigen bei 83 Prozent. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die nicht-medizinische Mund-Nasen-Bedeckung gehört in der aktuellen Coronavirus-Situation zum Alltag der Menschen. Sie ergänzt den wichtigen und wirksamen persönlichen Schutz und den Schutz anderer durch regelmäßiges Händewaschen, das Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern.“

Jüngere Menschen unsicherer bezüglich der richtigen Anwendung

Was die sachgemäße Anwendung angeht, sind sich 25 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten nicht sicher, wie sie eine Maske tragen müssen, bei den über 65-Jährigen wissen nur 3 Prozent nicht ausreichend Bescheid. Die konkreten Unsicherheiten betreffen beispielsweise das richtige An- und Ausziehen (20 Prozent der jüngeren Befragten, 3 Prozent der Älteren) oder die gründliche Reinigung der Alltagsmasken (29 Prozent der Jüngeren, 7 Prozent der älteren Befragten). Die Frage, wie und wo die Mund-Nasen-Bedeckung vor und nach dem Tragen aufbewahrt werden sollte, können 36 Prozent der 18-bis 29-Jährigen nicht hinreichend beantworten, bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil bei 8 Prozent. Weiterhin zeigen die Studienergebnisse, dass sich Frauen im Umgang mit Masken sicherer fühlen als Männer. Während 22 Prozent der Männer nicht richtig wissen, wann die Maske gewechselt werden muss, liegt der Anteil bei den Frauen bei 13 Prozent.

Auch der Frage des Abstandhaltens ist die BZgA in ihrer Befragung nachgegangen. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Befragungsteilnehmenden der COSMO-Studie hat den Eindruck, dass sich seit den Neuregelungen zum Tragen von Masken weniger Menschen an die Abstandsregelung halten. Empfehlungen zur Handhabung von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt die BZgA unter www.infektionsschutz.de. Hier finden sich auch weitere Informationen zu wichtigen Hygiene- und Verhaltensregeln sowie alltagsnahe Tipps.


Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 8.5.2020