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Linda Zervakis, Frank Schätzing, Palina Rojinski und viele andere beim Vorlesetag dabei

Am 17. November ist es wieder soweit: Der 14. bundesweite Vorlesetag, eine gemeinsame Initiative der ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, startet mit zahlreichen Aktionen. In der aktuellen Vorlesestudie 2017 wird die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern betont, zugleich besteht bei vielen Eltern Unsicherheit darüber, ab welchem Alter Bücher betrachtet und vorgelesen werden sollten. 

In Berlin bekommt der diesjährige Vorlesetag prominente Unterstützung unter anderem vom Musiker Thees Uhlmann, der zweifachen Olympiasiegerin im Eiskunstlauf Katarina Witt, Moderatorin Palina Rojinski, Schauspielerin Birge Schade vor. Zudem präsentiert die Moderatorin Mara Bergmann die Lesung der drei Initiatoren: Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn und Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung, Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, und Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe. Kinderbuchautorin Kirsten Boie, Journalistin Linda Zervakis, Moderator Steven Gätjen und ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo unterstützen den Vorlesetag in Hamburg.

In Köln setzen unter anderem Moderatorin Nazan Eckes, Autor Frank Schätzing und Komikerin Cordula Stratmann ein Zeichen für das Vorlesen, in Mainz die Youtuberinnen ItsColeslaw und Die Klugscheisserin, Youtuber MrWissen2go und Journalist Tim Schreder. In München beteiligen sich außerdem Model Sara Nuru, Moderatorin Rebecca Mir und Schauspieler Adnan Maral am Vorlesetag.

Aktionen registrieren lassen bis zum 17. November 

Der Bundesweite Vorlesetag lebt von dem Engagement vieler Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft, teilen die Veranstalter mit. Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser sowie Kitas, Schulen, Bibliotheken, Buchhandlungen, Seniorenheime und Unternehmen unterstützen die Initiative. Noch bis einschließlich 17. November können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Aktionen unter www.vorlesetag.de registrieren. Auf der Website finden Interessierte Tipps zur Organisation einer Vorleseaktion sowie eine Übersicht über bereits angemeldete Lesungen. Außerdem können sich Vorleser, die noch einen Leseort suchen, und Zuhörer, die noch einen Vorleser benötigen, über die Seite vernetzen. Schon jetzt liegen über 90.000 Anmeldungen vor – mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Lesungen an außergewöhnlichen Orten 

Wie im letzten Jahr werden Lesungen an außergewöhnlichen Orten stattfinden, wie zum Beispiel in der Hamburger Elbphilharmonie, im Berliner Centrum Judaicum, in der Frankfurter Börse, im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund, im Hamburger Fernsehstudio des NDR und in Kindergärten der Fröbel gGmbH in Polen und Australien.

So früh wie möglich mit dem Vorlesen beginnen 

Erst vor wenigen Tagen hat die Stiftung Lesen mit ihrer Vorlesestudie 2017 darauf aufmerksam gemacht, dass die Bedeutung von Bildung und Lesekompetenz Eltern zwar meist bewusst ist, aber viele seien sich unsicher über den richtigen Zeitpunkt und geeigneten Vorlesestoff. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Eltern lesen laut Ergebnissen der Studie ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung hatten erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben.

Die Studie zeige aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen.
Die Stiftung Lesen empfiehlt Eltern, so früh wie möglich mit dem gemeinsamen Betrachten und Vorlesen von Büchern zu beginnen. Studien zur Wirksamkeit des Vorlesens zufolge sollte es bereits im ersten Lebensjahr des Kindes zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden.

Hintergrund zur Studie 

Die Vorlesestudie ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2017 hat das Feld-Institut Iconkids & Youth von 2. Juni bis 6. Juli repräsentativ ausgewählte Eltern in 523 Familien mit Kindern zwischen 3 und 39 Monaten persönlich in ihren Haushalten befragt.
Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 und Vorlese-Empfehlungen finden Sie unter: www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

 


Quelle: Pressemeldung der Stiftung Lesen vom 24. Oktober und 2. November .2017

Aktuelle Rezension

Buchcover

Heidrun Kiessl: Systemische Ansätze in der Heilpädagogik. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2019. 170 Seiten. ISBN 978-3-17-033064-1.
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