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"Keine weiteren selektiven Untersuchungen mehr in der Regelversorgung!"

 20 Gruppen und Organisationen wendeten sich im Zusammenhang mit der Tagung des Gemeinsamen Bundesausschuss in der vergangenen Woche öffentlich gegen die weitere Nomalisierung  selektiver Pränataldiagnostik. Sie fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme eine andere Art der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Schwangerenvorsorge und Behindertenfeindlichkeit.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte im August 2016 das Methodenbewertungsverfahren zur Einführung von nicht-invasiven pränatalen Tests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung eingeleitet.

Die zur Diskussion stehenden NIPT auf die Trisomien 13, 18 und 21 bewirken keine Verbesserung der medizinischen Versorgung der Schwangeren oder des werdenden Kindes. Aus den Ergebnissen der Tests ergeben sich keine Therapiemöglichkeiten, sie stellen lediglich die - eigentlich bereits getroffene - Entscheidung für das werdende Kind in Frage. Die pränatale Suche nach genetischen Merkmalen ist eben keine Schwangerenvorsorgeuntersuchung, sondern eine selektive Fahndung nach unerwünschten Abweichungen, so  Aus diesem Grund gehöre die selektive PND insgesamt auf den Prüfstand.

Download der Stellungnahme unter www.gen-ethisches-netzwerk.de/gen/2017/keine-aufnahme-weiterer-selektiver-untersuchungen-regelversorgung/

 


Quelle: Pressemitteilung des genethischen Netzwerkes vom 14. Februar 2017

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