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Friedrich-Ebert-Stiftung: Leitbild für die Einwanderungsgesellschaft

Was bedeutet Vielfalt für das Zusammenleben in Deutschland? Wie kann die Integration von Einwanderern und ihren Nachkommen gelingen? Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hatte im Sommer 2016 eine Experten-Kommission einberufen, um diese Fragen zu diskutieren. Das Ziel: ein Leitbild zu entwickeln, das alle Menschen in Deutschland einbezieht und als Orientierung dienen kann. In dem Gremium wirkten 38 Sachverständige aus Politik, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen mit. Den Vorsitz hatte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz (SPD). In ihrem Abschlussbericht stellten die Expertinnen und Experten Forderungen auf, damit alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Ein Einwanderungsland ist Deutschland seit langem. Zu einer echten Einwanderungsgesellschaft muss das Land erst noch werden. Das Leitbild versteht die FES dabei  als Richtschnur und Impulsgeber für die Gestaltung dieses notwendigen Prozesses. Das Leitbild und die daran geknüpfte Agenda mit integrationspolitischen Forderungen ruft dazu auf, Einwanderung aktiv zu gestalten, um deren Potenziale zu nutzen – und Risiken zu begegnen. Grundpfeiler der Einwanderungsgesellschaft bilden für die Autorinnen und Autoren das Grundgesetz und der Respekt vor der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

„Ein gutes Zusammenleben kann nur gelingen, wenn alle am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilhaben können. Dazu gehört auch, über Verteilungskonflikte und soziale Ungerechtigkeit offen zu sprechen", sagte Professor Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie Ko-Vorsitzender der Kommission. Ein erleichterter Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft, bessere demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene für Menschen ohne EU-Staatsbürgerschaft, das Vorantreiben der interkulturellen Öffnung von Verwaltung,Wirtschaft und Medien oder ein Bundespartizipationsgesetz seien entscheidende Schritte auf dem Weg hin zu echter Teilhabe und gelebter Vielfalt.

Mehr Informationen und der Abschlussbericht zum Download unter https://www.fes.de/de/themenportal-flucht-migration-integration/leitbild-miteinander-in-vielfalt/


Quelle: Pressemitteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 14. Februar 2017

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Klaus-Peter Hufer: Argumentations­training gegen Stammtischparolen. Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2016. 10. Auflage. 117 Seiten. ISBN 978-3-87920-054-2.
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