Sozial-O-Mat will Wahl-Entscheidungshilfe leisten

03.09.2017 | Sozialpolitik | Nachrichten

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zeigt sich von den Ergebnissen einer eigenen Umfrage wenig überrascht: 61,7 Prozent der Deutschen sind der Meinung, in Deutschland ginge es nicht sozial gerecht zu. Die Studie war beim Berliner Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben worden. Mit einer ungewöhnlichen Aktion will sie nun im Vorfeld der Bundestagswahl auf soziale Fragen und Positionen aufmerksam machen.

"Viele Menschen in unserem Land sehen eine wachsende soziale Ungleichheit. Es braucht mehr politisches Engagement, damit Deutschland sozial gerechter wird!", so Lilie. Dazu könne jeder mit seiner Entscheidung bei der nächsten Wahl beitragen: "Wer bei der Bundestagswahl wählen geht, beeinflusst entscheidend die politische und soziale Entwicklung in unserem Land", sagt Lilie.

Der Wohlfahrtsverband will Hilfestellung bei der Wahlentscheidung zu wichtigen sozialen Themen unserer Zeit leisten. Mit einem neuen Frage-Antwort-Tool, dem Sozial-O-Mat, zeigt die Diakonie auf, welche Position zu ausgewählten sozialen Themen die einzelnen Parteien vertreten. Angelehnt an den Wahl-O-Mat müssen 12 Thesen aus den Themengebieten Familie, Flucht, Pflege und Armut mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" beantwortet werden. CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfD haben auf die gleiche Weise geantwortet. So können Nutzerinnen und Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgleichen und der Grad der Übereinstimmung wird errechnet.

Beispielhafte Geschichten zeigen, welche Auswirkungen die verschiedenen politischen Ansätze zu den sozialen Themen für die betroffenen Menschen haben. Sie finden den Sozial-O-Mat unter www.sozial-o-mat.de


Quelle: Presseinformation der Diakonie Deutschland vom 14. August 2017