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Präventionsbericht 2017 bescheinigt starkes Wachstum

10.12.2017 | Gesundheitswesen | Nachrichten

Pro Versichertem gaben die Krankenkassen 6,64 Euro bei Gesundheitsförderung und Prävention aus. Sie haben demnach den gesetzlich vorgesehenen Gesamtbetrag von sieben Euro pro Versichertem fast erreicht. Nicht ausgegebene Gelder sollen im kommenden Jahr in Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen fließen. Das teilen GKV-Spitzenverband und Medizinischer Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) anlässlich der Veröffentlichung des Präventionsberichtes 2017 mit.  

Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum bei Gesundheitsförderung und Prävention seit 16 Jahren verzeichnet. Fast 500 Millionen Euro gaben sie 2016 insgesamt für die Gesundheitsförderung in Lebenswelten, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie für individuelle Präventionskurse aus. Erreicht wurden damit rund 6,4 Million gesetzlich Versicherte. 

Menschen in ihren Lebenswelten erreichen

Rund 116 Millionen Euro haben die Krankenkassen 2016 für den Bereich Gesundheitsförderung in Lebenswelten ausgegeben. Das ist gut dreimal so viel wie 2015. Die Krankenkassen erreichten damit rd. 3,3 Million Menschen, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr. Deutlich ausgebaut wurden zum Beispiel Projekte in sogenannten sozialen Brennpunkten, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes. Kiefer weiter: "Oft sind gerade solche Projekte wegen der vielen beteiligten Partner und der zeitaufwendigen Abstimmungen wirklich herausfordernd. Doch es lohnt sich."

Gesundheit am Arbeitsplatz fördern

Rekordinvestitionen weist der Präventionsbericht auch im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) aus. Die Ausgaben der Krankenkassen stiegen hier von rd. 76 Millionen Euro im Jahr 2015 auf rd. 147 Millionen Euro im Jahr 2016. In über 13.000 Betrieben konnten rund 1,4 Million Versicherte direkt mit Maßnahmen angesprochen werden, die physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz verringern helfen. Durchschnittlich mehr als zwei Jahre unterstützen die Krankenkassen Unternehmen bei entsprechenden Aktivitäten.  Zusätzlich zur direkten Betreuung durch BGF-Berater erreichten die Krankenkassen knapp 14.000 Unternehmen durch überbetriebliche Netzwerke.

Demographie macht Prävention immer wichtiger

Die Teilnahmezahlen bei Kursangeboten, die sich an einzelne Versicherte wenden und sich mit Bewegungsförderung, Stressbewältigung, Ernährung und Raucherentwöhnung befassen, blieben 2016 mit rd. 1,7 Millionen auf Vorjahresniveau. Für diese individuellen Präventionsangebote gaben die Krankenkassen 211 Mio. Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr aus.


Quelle: Presseinformation des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) vom 29. November 2017

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