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Deutsche UNESCO-Kommission veröffentlicht Empfehlungen zur Inklusion

Der Expertenkreis Inklusive Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission hat sechs Empfehlungen an die Politik veröffentlicht, deren Umsetzung zu einer Verbesserung der Situation an den Schulen beitragen soll. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einem zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmten Rahmenplan.

Um allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen, fordert die Deutsche UNESCO-Kommission die Zusammenführung von Förderschulen und allgemeinen Schulen zu einem inklusiven Schulsystem. Der Expertenkreis Inklusive Bildung der Kommission hat zur Umsetzung dieser Forderung sechs Empfehlungen erarbeitet. „Das deutsche Schulsystem ist weiterhin durch trennende Strukturen geprägt. Das muss sich endlich ändern. Wir brauchen strukturelle Maßnahmen zur Zusammenführung von Förder- und allgemeinen Schulen zu einem inklusiven Bildungssystem. Dabei müssen die bestehenden sonderpädagogischen Kompetenzen gesichert werden“, betont Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des DUK-Expertenkreises Inklusive Bildung. Im Einzelnen fordert die Kommission:

  • Einen langfristigen Planungsrahmen für ein inklusives Bildungssystem schaffen
  • Schulen mit einer verlässlichen pädagogischen Grundausstattung versehen
  • Förderschulen zu Förderzentren entwickeln
  • Multiprofessionalität in der inklusiven Bildung strukturell verankern
  • Die inklusiven Bildungsanstrengungen extern begleiten
  • Den Ganztag als Form inklusiven Lernens fördern

Die Empfehlungen richten sich an die Handelnden im Bund, den Ländern, den Kommunen und in allen Schulen. Grundlage ist die 2009 von Deutschland unterzeichnete UN-Behindertenrechtskovention.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 31.10.2018

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