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BzgA warnt vor Suchtgefahr durch Glücksspiele

Mehr als eine halbe Million Menschen zeigen laut Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) problematisches oder sogar pathologisches Spielverhalten. Als besonders gefährlich gilt immer noch das klassische Spiel am Spielautomaten.

Aktuelle Studiendaten der BZgA zeigen, dass das Spielen an Geldspielautomaten in Deutschland weit verbreitet ist. Rund 1,5 Millionen der 16- bis 70-Jährigen geben an, mindestens einmal im vergangenen Jahr am Automaten gespielt zu haben. Besonders beliebt sind die Automatenspiele bei 18- bis 25-Jährigen. Über alle Glücksspielformen hinweg weist etwa eine halbe Million Menschen bundesweit ein mindestens problematisches Spielverhalten auf. Bei den Geldspielautomaten zeigen 120.000 Menschen ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. Automatenspielende machen damit rund ein Viertel der Problemgruppe aus. Ihr Anteil liegt deutlich über denjenigen, die Lotterie oder Sportwetten spielen.

„Häufiges wiederholtes Glücksspiel kann mit einem Suchtrisiko verbunden sein. Das ist nicht jedem bewusst – zumal es Unterschiede in den Risiken der einzelnen Glücksspiele gibt.", erklärt BzGA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss, die anfügt, dass insbesondere Spiele mit "kurzen Auszahlungsintervallen" besonders verführerisch seien. Auch häufige ‚Fast-Gewinne‘ sowie starke Ton- und Lichteffekte erhöhten das Suchtpotenzial von Glücksspielen. 

Vor diesem Hintergrund hat die BZgA die Kampagne „Spiel nicht bis zur Glücksspielsucht“ gestartet. Auf der Seite www.check-dein-spiel.de können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte informieren. U.a. kann ein Selbsttest gemacht werden, mit dem kostenlos das eigene Spielverhalten gecheckt werden kann. Auf der Seite finden sich überdies Broschüren und Flyer, auch in ausgewählten Fremdsprachen.


Quelle: Pressemitteilung der BZgA vom 23.9.2019

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