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bpa will Digitalisierung und Hilfskräfte nutzen, um Pflegekräfte zu entlasten

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste bpa will digitalisieren und Hilfskräfte nutzen, um Pflegekräfte zu entlasten und das Arbeitsfeld attraktiver zu machen. Er fordert zum wiederholten Mal das Ende der starren Personalquoten, um in Pflegeteams Fachkräfte, Hilfskräfte und Therapeuten besser kombinieren zu können. 

In schwierigen Zeiten könnten technische Entwicklungen und digitale Lösungen dazu beitragen, dass die Fachkräfte von Randaufgaben entlastet werden und Zeit für die direkte Pflege der Menschen haben, so der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Christof Beckmann beim NRW-Fachtag des bpa in Münster vor rund 300 Vertreterinnen und Vertretern aus Pflege, Politik und Verwaltung. Dort wurde über Megatrends in der Robotik und Digitalisierung informiert und die Auswirkungen auf die Arbeit in der Pflege diskutiert.

„Wir stehen heute vor der Herausforderung, die pflegerische Versorgung in unserem Land flächendeckend zu sichern. Belegungsstopps in Heimen und die Tatsache, dass ambulante Dienste die Versorgung bisweilen nicht übernehmen können, machen es uns nicht gerade leicht", so Beckmann. 

Er forderte eine ehrliche Diskussion um den Personaleinsatz in der Pflege: „Kaum sprechen wir dies an, wird uns unterstellt, die Qualität absenken zu wollen. Vielmehr verhindern starre Personalquoten aber, dass wir Fachkräfte durch ein Zusammenspiel mit mehr gut ausgebildeten Hilfskräften entlasten." Man brauche einen modernen und innovativen Einsatz der Fachkräfte im Rahmen von einrichtungsindividuellen Konzepten, so Beckmann, der kritisiert: „50 Prozent Fachkräfte sind nicht wissenschaftlich fundiert, sondern eine rein politische ,Wohlfühlquote'."

Eine bessere Bezahlung von Pflegenden werde allein den Fachkräfteengpass nicht beseitigen. „Die Pflege steht bei einer sinkenden Zahl von Berufsstartern im Wettstreit mit allen anderen Branchen. Die konsequente Bürokratieentlastung und der gezielte Einsatz von digitalen Hilfsmitteln bei der Dokumentation oder entlastenden Pflegerobotern kann dabei helfen, das Arbeitsfeld attraktiver zu machen", so Beckmann.


Quelle: dpa-Pressemitteilung vom 13. November 2017

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