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Selbstbestimmung und Würde auch in letzter Lebensphase

Aktuelle Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge  setzen sich für eine bedarfsgerechte Versorgung schwerstkranker und sterbender älterer Menschen an ihren vertrauten Lebensorten ein.

Die Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe unterschiedlicher Akteure. Aus Sicht des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist es notwendig, dass Kranken- und Pflegekassen, Kommunen, Leistungserbringer und Akteure der Zivilgesellschaft die örtlichen palliativen Strukturen weiterentwickeln und bestehende Angebote untereinander vernetzen. Insbesondere im ländlichen Raum braucht es regionale Zusammenarbeit, um trotz räumlicher Streuung der Einrichtungen und Dienste eine wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen. In der ambulanten Versorgung sollten die weiteren Entfernungen angemessen finanziert werden.

„Das Hospiz- und Palliativgesetz hat grundlegende Verbesserungen gebracht, aber es gibt weiteren Handlungsbedarf", sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Die meisten Menschen äußerten den Wunsch, in ihrer vertrauten Umgebung, im Kreise der Familie und anderer Vertrauenspersonen zu sterben. Tatsächlich aber sterben rund drei Viertel aller Menschen in Deutschland in Krankenhäusern – wohin sie häufig noch kurz vor dem Sterben eingewiesen werden – oder in stationären Pflegeeinrichtungen, darunter 30 Prozent  der Bewohnerinnen und Bewohner  im ersten Vierteljahr nach ihrem Einzug.

„Die Stärkung einer Kultur der hospizlichen Begleitung und Palliativversorgung in allen Einrichtungen der Pflege ist ebenso vonnöten, wie bessere Rahmenbedingungen für die Palliativversorgung in der Häuslichkeit", so Löher weiter. Ärzte, medizinisches Personal und andere beteiligte Berufsgruppen sollten daher besser für die speziellen Anforderungen sterbender Menschen geschult werden. Wichtige Hinweise geben die Empfehlungen auch für die besonderen Bedarfslagen von Menschen mit Demenz, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Empfehlungen sind abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/de/empfehlungenstellungnahmen-2017-wuerde-und-selbstbestimmung-aelterer-menschen-in-der-letzten-lebensphase-empfehlungen-des-deutschen-vereins-zur-staerkung-der-hospizlichen-begleitung-und-palliativversorgung-2638,1097,1000.html


Quelle: Presseinformation des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge vom 29. März 2017

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Jana Simon: Unter Druck. S. Fischer Verlag (Frankfurt am Main) 2019. 335 Seiten. ISBN 978-3-10-397389-1.
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