Zwei kleine Mädchen halten das Kinderbüchlein lächelnd in die Kamera.
Das Testpublikum des Kinderbüchleins „Luca, Ritter Dagmar und der Anfallsdrache" hat kritisch zugehört. Foto: Rummelsberger Diakonie

Kinderbüchlein wirbt für soziale Berufe

Was Autorinnen und Autoren vermutlich am meisten fürchten, sind Literaturkritiker. Und so ist es nur verständlich, dass Diakonin Arnica Mühlendyck ein wenig nervös war. als sie ihr Kinderbüchlein "Luca, Ritter Dagmar und der Anfallsdrache" erstmals einem Publikum vor, das nicht aus ihren eigenen Kindern bestand. Premierengäste waren Vorschulkindern aus der Kindertagesstätte Waldwichtel (Foto) gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohner des Stephanushauses in Rummelsberg. Das Büchlein, das mit Unterstützung der Evangelischen Schulstiftung in Bayern ermöglicht wurde, soll nicht nur den Kindern Spaß machen, sondern gleichzeitig für soziale Berufe werben.

In „Luca, Ritter Dagmar und der Anfallsdrache" geht es um den kleinen Luca, seine Großmutter, die nach einem Schlaganfall im Stephanushaus lebt, und um Altenpflegerin Dagmar. Sie hilft dem Jungen zu verstehen, warum seine Oma so anders geworden ist und ermöglicht ihm dadurch, ihr wieder näherzukommen. Für Luca ist Dagmar eine Art Ritter, der seiner Oma dabei hilft, den „Anfallsdrachen" zu besiegen und sich Schritt für Schritt von ihrem Schlaganfall zu erholen. Die Zeichnungen in dem Büchlein stammen von zwei jungen Nürnberger Illustratorinnen. Lena Dirscherl und Kathrin Rödl von den Katena Studios haben Luca, seiner Oma, seinen Eltern und natürlich Altenpflegerin Dagmar ein Gesicht gegeben.

„Wir wollen mit dem Kinderbüchlein auf spielerische Art und Weise für soziale Berufe werben", erzählt Diakonin Tina Dehm, Projektmitarbeiterin im Fachbereich Berufliche Schulen und Studiengänge für soziale Berufe bei der Rummelsberger Diakonie. Das Besondere an der Geschichte rund um Luca ist, dass es „Ritter Dagmar" tatsächlich gibt. Die junge Frau hat vergangenes Jahr ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg abgeschlossen. „Uns ist wichtig, zu verdeutlichen, dass soziale Berufe ,wert-volle' Berufe sind", sagt Diakonin Dehm. Die beiden Frauen planen daher weitere Kinderbüchlein.

Wer ein Büchlein haben möchte, kann sich unter bildung@rummelsberger.net melden oder findet es in elektronischer Form mit weiteren Informationen unter www.rummelsberger-diakonie.de/wertvolle-berufe


Quelle: Pressemitteilung der Rummelsberger Diakonie, März 2017