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Vorstoß für Jugendfreiwilligenjahr wird begrüßt

Mit der Forderung der Einführung eines Rechtsanspruchs auf Förderung des Freiwilligenjahrs setzt Bundesfamilienministerin Giffey ein klares Zeichen für eine Aufwertung der bestehenden Strukturen. Die Wohlfahrtsverbände reagieren positiv auf den Vorstoß der Ministerin.

Im Mittelpunkt des Konzepts der Ministerin steht die Garantie für junge Menschen, im Anschluss an ihre Schulzeit einen Jugendfrewilligenjahr ableisten zu können. Zudem soll ein bundesweit einheitliches Freiwilligengeld (402 €) gezahlt werden sowie Zuschüsse für den öffentlichen Personennahverkehr. "Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich freiwillig einbringen. Engagement braucht aber gute Rahmenbedingungen. Genau die wollen wir mit unserem Vorschlag für ein neues Jugendfreiwilligenjahr schaffen", erklärt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

Fünf Grundsätze für das Jugendfreiwilligenjahr

Zunächst bekennt sich die Bundesregierung zu den bestehenden Freiwilligendiensten. Diese sollen erhalten und verbessert werden. Darüber hinaus soll - wie oben näher beschrieben - der Rechtsanspruch eingeführt sowie die finanziellen Rahmenbedingungen verbessert werden. Auch soll der Dienst im gesellschaftlichen Diskurs aufgewertet werden und eine höhere Wertschätzung erfahren. Nicht zuletzt soll das Konzept sicherstellen, dass auch Menschen mit Behinderung oder anderweitig benachteiligte Personen am Jugendfreiwilligenjahr teilhaben können.

Verbände begrüßen die Aufwertung des Freiwilligendienstes

Die Aufwertung des Freiwilligenjahres wird von verschiedenen Verbänden positiv aufgenommen.Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands erklärt, der Vorstoß der Familienministerin sei "ein großer Schritt für Engagement und Zivilgesellschaft." Auch der AWO Bundesverband ist positiv von Giffeys Plänen angetan. Im Falle einer Umsetzung sei das Konzept für "breite Zielgruppen attraktiv" und ein wichtiger "Beitrag für das Gemeinwohl", erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Wolfgang Stadler.

Der Vorlage des Konzeptes waren umfangreiche Diskussionen vorausgegangen. Die großen Wohlfahrtsverbände fordern bereits seit längerem eine spürbare finanzielle und ideelle Aufwertung des Freiwilligendienstes. 2018 standen für die Freiwilligendienste rund 263 Millionen Euro im Haushalt des BMFSFJ zur Verfügung. Für 2019 sieht der Bundeshaushalt einen Aufwuchs von rund 65 Millionen Euro vor, auf dann rund 327 Millionen Euro. Für das Jugendfreiwilligenjahr würden laut Ministerium maximal rund eine Milliarde Euro pro Jahr benötigt.


Quelle: Pressemitteilungen des BMFSFJ und des Paritätischen Gesamtverbands vom 03.12.2018 sowie des AWO Bundesverbands vom 04.12.2018

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