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Geplante Entlastungen für Familien nützen vielen Alleinerziehenden nicht

Die geplante Kindergelderhöhung erreicht wieder einmal nicht die tatsächlich Bedürftigen, kritisiert der Bundesverband der alleinerziehenden Mütter und Väter (VAMV). Insbesondere Eltern, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, profitieren nicht.

Anfang der Woche fand im Finanzausschuss des Bundestags die Anhörung zum Entwurf eines Familienentlastungsgesetzes statt. Dies nimmt der VAMV zum Anlass, auf die zum Teil ungerechten Auswirkungen des geplanten Gesetzes aufmerksam zu machen. So erklärt die Bundesgschäftsführerin des Verbandes, Miriam Hoheisel: "10 Euro mehr Kindergeld und ein extra hoher Kinderfreibetrag ab 2019 – bei den meisten Alleinerziehenden wird trotzdem nicht mehr Geld im Portmonnaie ankommen. Denn im gleichen Zuge wie das Kindergeld steigt, sinkt der Unterhaltsvorschuss oder die SGB II-Leistung." Je niedriger das Einkommen sei, desto weniger profitierten die betroffenen Kinder.

Generell moniert Hoheisel das aus ihrer Sicht ungerechte System der Familienförderung, das einem "3-Klassen-System" entspreche. "Kinder in Familien mit hohen Einkommen profitieren weiter von Steuerentlastungen von bis zu knapp 300 Euro pro Monat, Kinder in Familien mit mittleren und kleinen Budgets erhalten das Kindergeld in Höhe von 204 Euro, bei Kindern in Familien mit niedrigen oder ohne Einkommen kommt gar keine zusätzliche Förderung an, wenn ihre Familie auf SGB II angewiesen ist." 


Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands alleinerziehender Mütter und Väter vom 05.11.2018

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