Deutscher Verein: Flüchtlinge von Anfang an fördern

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge fordert eine konsequente Integrationsförderung für Asylsuchende sowie die Ausrichtung der Regelsysteme auf die Anforderungen der Einwanderungsgesellschaft.

„Immer noch verursacht das Warten auf die Asylentscheidung ohne Beschäftigung und ohne Sprach- und Kulturvermittlung soziale Folgekosten“, warnt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. In seinen Empfehlungen fordert der Deutsche Verein eine konsequente Integrationsförderung während des Asylverfahrens. Angebote müssten unabhängig von der guten Bleibeperspektive unterbreitet werden, die bisher der Maßstab für den Zugang zu staatlichen Integrationsangeboten sei.

Aus Sicht des Deutschen Vereins sind in den Regelsystemen viele Werkzeuge vorhanden, mit denen Teilhabe und Chancengerechtigkeit für Geflüchtete gefördert werden können. Das Integrationspotenzial in der Kinder- und Jugendhilfe oder im Bildungs- und Ausbildungssystem bewertet der Deutsche Verein als hoch. Um es zu nutzen, müssen Zugangsbarrieren durch interkulturelle Öffnung abgebaut und Geflüchtete als Zielgruppe einbezogen werden. Städte, Landkreise und Gemeinden sind nach der Aufnahme von rund einer Millionen Menschen inzwischen intensiv mit ihrer Integration befasst. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen sind in die „Empfehlungen zur Förderung der Integration geflüchteter Menschen“ des Deutschen Vereins eingeflossen.

Die ausführlichen Empfehlungen sind abrufbar unter www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2016/dv-11-16_integration-gefluechteter.pdf


Quelle: Presseinformation des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge vom 19. Dezember 2016