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Der Wert weiblicher Arbeit - Neue Forschungsergebnisse zum Gender Pay Gap

Bis heute arbeiten Frauen in diesem Jahr umsonst. Erst dann haben sie statistisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke für das laufende Jahr abgearbeitet. Anlässlich des diesjährigen "Equal Pay Day" präsentierten vorgestern das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung und das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen auf einer Tagung am Campus Duisburg neue Forschungsergebnisse zum Gender Pay Gap.

Ein zentraler Befund: In Berufen, in denen viele Frauen arbeiten, wird meist schlechter gezahlt als in "männerdominierten" Berufen - auch wenn die Arbeitsanforderungen gleichwertig sind. Und höhere Anforderungen und Belastungen gehen in "Männerberufen" mit stärkeren Lohnzuwächsen einher als in "Frauenberufen". Die IAQ-Forscherin Sarah Lillemeier stellte dazu fest: "Wir können wir erstmals statistisch nachweisen, dass weibliche Erwerbsarbeit von systematischen Abwertungen betroffen ist, das heißt gemessen an ihren Anforderungen und Belastungen vergleichsweise geringer entlohnt wird als männliche Erwerbsarbeit", stellt fest. Keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt 2 "Männerberufe" (Kraftfahrzeugführer, Lkw- und Busfahrer), die im Vergleich mit gleichwertigen "Frauenberufen" geringer entlohnt werden.

Vollständige Informationen und Grafik unter www.boeckler.de/pdf/pm_wsi_2018_03_12.pdf (PDF-Dokument) 


Quelle: Presseinformation der Hans-Böckler-Stiftung vom 12. März 2018

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