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Bertelsmann-Studie: Chancen im Alter durch Digitalisierung

Die Mehrheit der Bundesbürger (83 Prozent) können sich  vorstellen, zu Hause einen Service-Roboter zu nutzen, wenn sie dadurch im Alter länger in den eigenen vier Wänden wohnen könnten. Die Forschung an Service-Robotern für den Einsatz in Haushalt, Pflege und Gesundheit halten daher 80 Prozent der Befragten für wichtig oder sogar sehr wichtig. Das sind einige der Ergebnisse der Studie der Bertelsmann Stiftung "Digitalisierung für mehr Optionen und Teilhabe im Alter". Sie hatte zum Ziel, Chancen der Digitalisierung für die Teilhabe älterer Menschen zu skizzieren und ging dabei von den Wünschen und Herausforderungen älterer Menschen aus.

80 Prozent der Befragten können sich zudem vorstellen, anstatt ins Pflegeheim zu gehen, zuhause von einem Roboter unterstützt zu werden. Der automatische Rasenmäher oder Staubsauger ist dabei heute schon für viele Menschen normal. So genannte "Trink-Tracker", intelligente Becher, die kontrollieren wann ein Mensch wie viel getrunken hat, werden hingegen noch wenig eingesetzt. Die vorgestellten und diskutierten Good-Practice-Umsetzungen zeigen, dass Digitalisierung Optionen bereithält, mit denen Menschen ihr privates und soziales Leben gestalten können, wenn sie die nötige Unterstützung erhalten.

Die Zahl der Menschen über 65 steigt in Deutschland nach einer Prognose der Bertelsmann Stiftung bis zum Jahr 2030 um 41,5 Prozent an. Diese Generation möchte möglichst lange selbstbestimmt leben können und aktiver Teil der Gesellschaft bleiben – und zwar bis ins hohe Alter. Die Meisten wollen dabei in den eigenen vier Wänden ihren Lebensabend verbringen. Sie wollen laut Studie dabei die Innovationen der Digitlaisierung wie Pflegerobotik, aber auch die Videosprechstunde des Arztes oder die intelligente Medikamentenbox.

Nach einer Prognose der Bertelsmann Stiftung im "Wegweiser Kommune" wird bis 2030 allein die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre um 47 Prozent ansteigen. Das entspricht rund zwei Millionen Menschen mehr in dieser Altersgruppe. Damit ältere und hochbetagte Menschen den technologischen Fortschritt für sich optimal nutzen können, braucht es ein aktives Lernen bis ins hohe Alter. "Der Erwerb von digitalen Kompetenzen im Alter beinhaltet sowohl die Aneignung spezifischen Wissens als auch von Fähigkeiten, die zum Umgang mit neuen Technologien befähigen", sagt Carsten Große Starmann, Projektleiter bei der Bertelsmann Stiftung. "Für ältere Menschen bedeutet der Erwerb von Technikkompetenz nicht allein, dass sie eine spezifische App bedienen können, sondern vielmehr, dass sie mündiger und souveräner Teil einer immer digitaler werdenden Gesellschaft bleiben. Dazu müssen dringend auch Assistenz-Infrastrukturen für diese Altersgruppe geschaffen werden", so Große Starmann weiter. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind dafür verantwortlich, dass die Entwicklung digitaler Kompetenzen mit technologischen Innovationen Schritt hält.

Mehr Information und Download der Studienergebenisse unter www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/digitale-innovationen-werden-fuer-die-aeltere-generation-immer-wichtiger/


Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 21. Juni 2017

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Jana Simon: Unter Druck. S. Fischer Verlag (Frankfurt am Main) 2019. 335 Seiten. ISBN 978-3-10-397389-1.
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