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Zuwanderung entlastet bayerische Pflege

17.05.2013 | Altenhilfe | Nachrichten

bpa begrüßt erleichterten Zuzug ausländischer Fachkräfte

"Die bayerische Landesregierung hat erkannt, wie drängend der Fachkräftemangel in den Pflegeeinrichtungen ist, und schafft mit den Erleichterungen bei sprachlichen Anforderungen eine schnelle erste Entlastung." Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri begrüßt die sofortige Anerkennung von ausländischen Fachkräften in der stationären Altenpflege, die jetzt mit einem 'Arbeitsministeriellen Schreiben' bekanntgegeben wurde. Danach können ausländische Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen sofort ihre Tätigkeit in einer stationären Altenpflegeeinrichtung aufnehmen, auch wenn sie die erforderlichen Sprachkenntnisse (B 2 laut GeR – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen des Europarats) noch nicht vorweisen können. Die Träger der Einrichtungen sind dann verpflichtet, ihre neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb von sechs Monaten zu diesem Sprachniveau zu führen. Schon während dieser Phase sind die Fachkräfte jedoch anerkannt und stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen voll zur Verfügung. "Wir brauchen derzeit vor allem engagierte Köpfe und Hände in der Pflege", macht der bpa-Landesvorsitzende deutlich. "Mit der nun erlassenen Regelung zur sprachlichen Nachqualifizierung während der Tätigkeit in der Pflege folgt die Landesregierung unseren Forderungen und schafft schnelle Hilfe für die oftmals überlasteten Kolleginnen und Kollegen." Kasri hält es jedoch für sinnvoll, den ausländischen Fachkräften auch einen Einsatz in der ambulanten Altenpflege zu ermöglichen. Korrekturbedarf sieht der bpa bei der Frist zum Erreichen des Sprachniveaus B 2 GeR. Der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Bayern Joachim Görtz fordert, den Einrichtungen und den ausländischen Mitarbeitern mehr Zeit zu geben: "Gerade in den ersten sechs Monaten müssen die zugezogenen Fachkräfte viele neue Eindrücke verarbeiten. Nicht jeder wird es schaffen, die notwendigen sprachlichen Fortschritte in vollem Umfang zu erreichen. Hier sollte Druck von den ausländischen Fachkräften genommen werden."

Quelle: Pressemitteilung des bpa - Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. vom 14.05.2013
www.bpa.de

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