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Zukunft neu denken mit soziokulturellen Projekten

Zukunftsfragen sind immer auch Kulturfragen. Und Kulturfragen sind immer auch Zukunftsfragen. Der Fonds Soziokultur widmet seine neue Ausschreibung für soziokulturelle Projekte den Zukunftsfragen.

In der Tat ist es viel, was uns derzeit bewegt und bewegen muss, argumentieren die Initiatoren: Die sozialen Spaltungen und kulturellen Risse in der Gesellschaft, der digitale Strukturwandel, der alle Lebensbereiche erfasst, sowie Flucht und Vertreibung, die nicht unberührt lassen. Das alles seien Anzeichen, sich um eine offene Gesellschaft und lebenswerte Zukunft zu sorgen und sich dafür einzusetzen. Insbesondere brauchee es mehr Solidarität und Gemeinsinn.

Der Fonds Soziokultur sucht Projekte, in denen darüber nachgedacht wird, wie wir in Zukunft leben wollen und können und wie neuer Gemeinsinn gestiftet werden kann. Die Soziokultur war immer eine Quelle für alternative Ideen und Entwürfe. Daran gilt es anzuknüpfen. Unterstützt werden zeitlich befristete Kulturprojekte, die originell und innovativ diese Fragen aufgreifen und mit künstlerischen Mitteln bearbeiten. Aber auch andere Förderanträge aus dem vielfältigen Spektrum soziokultureller Arbeit seien willkommen. Ob neue Formen der Bürgerbeteiligung oder künstlerische Impulse im Stadtteil, die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte oder Fragen von Integration, Theater, Medien, Interkultur und Inklusion – der Themenfindung sind keine Grenzen gesetzt.

Allgemeine Projektförderung für soziokulturelle Projekte 

Träger soziokultureller Projekte können sich beim Förderprogramm Allgemeine Projektförderung zweimal jährlich um Fördermittel bewerben. Vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel des Fonds durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stehen im ersten Halbjahr 2019 circa 900.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, in denen neue Angebots- und Aktionsformen in der Soziokultur erprobt werden. Die Vorhaben sollen Modellcharakter besitzen und beispielhaft sein für andere soziokulturelle Akteure und Einrichtungen. Damit regt der Fonds Soziokultur einen bundesweiten Wettbewerb um die besten Projektideen an. Es können auch Projekte unterstützt werden, die aufgrund ihrer Konzeption und ihres Umfanges eine längerfristige (mehrjährige) Zeitplanung erfordern. Die Förderung des Fonds ist dabei nicht nur auf die Durchführungsphase des Projektes begrenzt, sondern kann auch die Phase der Konzeptentwicklung einbeziehen. Voraussetzung für solche Förderungen ist, dass die Vorhaben besonderen qualitativen Ansprüchen genügen und geeignet sind, die Bedeutung der Soziokultur für das kulturelle Leben in der Öffentlichkeit darzustellen.

Kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Anträge für das erste Halbjahr 2019 zu stellen. Einsendeschluss ist der 2. November 2018 (Poststempel) Das Kuratorium des Fonds entscheidet am 14. und 15. Januar 2019 abschließend über die eingegangenen Anträge. Die Projekte dürfen nicht vor Ende Januar 2019 beginnen!

Weitere Informationen und das Beantragungsdokument unter www.fonds-soziokultur.de  


Quelle: Presseinformation des Fonds Soziokultur vom 4. September 2018

Aktuelle Rezension

Buchcover

Stephan Straßmaier, Hans Werbik: Aggression und Gewalt. De Gruyter Oldenburg (Berlin) 2018. 457 Seiten. ISBN 978-3-11-051930-3.
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