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Was verdienen IT-Verantwortliche in der Sozialwirtschaft?

25.09.2013 | Sozialmanagement | Nachrichten

Erste Gehaltsstudie in Deutschland erschienen

Berlin, Eichstätt. Informationstechnologie wird immer mehr zu einer Schlüsselfunktion in sozialen Organisationen. Sie professionell und kostengünstig zu managen ist zentrale Aufgabe der IT-Verantwortlichen. Beim Wettbewerb um die „besten Köpfe“ für diese Aufgabe müssen Sozialbetriebe jedoch mit der freien Wirtschaft konkurrieren. Gleichzeitig erweisen sich klassische Einstufungskriterien der Branche als wenig hilfreich: die Personalverantwortung ist meist eher gering ausgeprägt, die Verantwortung und das benötigte Spezial-Knowhow hingegen groß. Zur Selbsteinschätzung der Akteure sowie zur Orientierung für Führungskräfte wurden nun erstmals unter Leitung von Prof. Helmut Kreidenweis in einem Gemeinschaftsprojekt des Fachverbandes Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung FINSOZ e.V. mit der Arbeitsstelle für Sozialinformatik an der Katholischen Universität Eichstätt das Gehaltsniveau dieser Mitarbeitergruppe ermittelt. Die knapp 100 Teilnehmer an der Studie kommen aus Sozialbetrieben unterschiedlicher Größe und verfügen über unterschiedliche Berufserfahrung. Ihr Brutto-Jahresgehalt bewegt sich in einer Spanne zwischen 21.500 bis 111.000 Euro, der Mittelwert beträgt 51.000 €. Die tatsächliche Gehaltshöhe hängt dabei stark von der Zahl der unterstellten Mitarbeiter und der Organisationsgröße ab. 62% der Befragten sind mit Ihrem Gehalt zufrieden; dennoch liegt das Wunschgehalt der IT-Verantwortlichen im Schnitt gut 10.000 Euro über der tatsächlichen Vergütung. Diese Differenz steigt deutlich mit der Anzahl der Mitarbeiter im IT-Team. Das durchschnittliche Wunschgehalt der IT-Verantwortlichen bewegt sich in etwa auf dem Gehaltniveau von Leitungskräften der Sozialwirtschaft mit bis zu 50 unterstellten Mitarbeitern. An ähnlichen IT-Positionen der gewerblichen Wirtschaft wird im Minimum ebenfalls rund 10.000 Euro mehr bezahlt, vielfach auch deutlich mehr. Fazit des Studienleiters: „Es könnte nicht schaden darüber nachzudenken, bei der Vergütung der IT-Verantwortlichen gängige Eingruppierungsmustern der Branche geringer zu gewichten und sich statt dessen stärker am Qualifikations- und Verantwortungsniveau zu orientieren.“ Die komplette Studie mit zahlreichen Detailauswertungen ist erhältlich bei FINSOZ e.V., Kontakt: info@finsoz.de (Umfang: 27 Seiten, Preis: 80,– €). Verbandsmitglieder erhalten die Studie kostenfrei.

Quelle: Pressemitteilung des Fachverbandes für IT in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung FINSOZ e.V. vom 09.09.2013

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