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Was tun gegen drohende Zwangsverheiratung?

Fachkräfte aus verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit kommen regelmäßig mit Zwangsverheiratungen und Verschleppungen in Berührung. Der Umgang hiermit ist hoch sensibel: wie kann man den Betroffenen helfen, ohne sie unmittelbar zu gefährden? Der Berliner Verein Papatya bietet Beratung und Hilfe.

MIt einem eindringlichen Video macht der Berliner Verein Papatya auf das Problem von Zwangsheirat und Verschleppung aufmerksam. Ca. 1800 Mädchen und junge Frauen konnten bereits Zuflucht in den Einrichtungen des Vereins finden, weiteren 600 Personen wurden telefonisch oder per Onlineberatung Hilfen angeboten. An den Verein wenden können sich Betroffene selbst, aber auch Freund*innen, Bekannte oder Pädagog*innen, denen sich betroffene Mädchen anvertraut haben.

Aufgrund des massiven Drucks, der auf die Mädchen und jungen Frauen ausgeübt wird, sind Hilfeleistungen für die Betroffenen gut zu planen und professionell zu organisieren. Unkoordinierte Aktionen "auf eigene Faust" bergen ein großes Risiko für alle Beteiligten. Daher sollten immer professionelle Stellen hinzugezogen werden. 2009 wurden auf der Bundeskonferenz gegen Zwangsverheiratungen Standards für Einrichtungen entwickelt, die Betroffene aufnehmen. Diese sind hier einzusehen. Wer Kontakt zu Papatya aufnehmen möchte, findet alle Informationen auf der Homepage des Berliner Vereins: http://www.papatya.org/ 

Die Onlinekampagne läuft unter dem Hashtag #HolDirHilfe.

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Buchcover

Olaf Dörner, Peter Loos, Burkhard Schäffer u.a. (Hrsg.): Dokumentarische Methode. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2019. 154 Seiten. ISBN 978-3-8474-2074-3.
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