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Lernen heißt: Verhalten ändern!

Dr. Jos Schnurer

23.07.2017

Zeitungsausschnitte- und überschriften zum Thema Lernen Collage: Dr. Jos Schnurer
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Was ist Lernen? Diese Frage treibt Pädagogen, Psychologen und Philosophen (natürlich auch Pädagoginnen, Psychologinnen und Philosophinnen) um, seit der Mensch aufgrund seiner anthropologischen, evolutionären, intellektuellen Entwicklung in der Lage ist, zu denken und sich seines Verstandes bewusst zu sein.

Der griechische, antike Philosoph Aristoteles bezeichnet „dianoia“, den Verstand, als die intellektuelle, logische Erkenntnistätigkeit, die jeder Mensch besitzt und mit seiner Existenz verbindet. Wer denkt, ist fähig zur Bildung von Allgemeinurteilen, kann zwischen Gut und Böse unterscheiden und strebt nach einem guten, gelingenden Leben für sich und die Menschheit. Platon (428 bis 347 v. Chr.) war der Auffassung, dass Lernen nichts anderes sei als die Wiedererinnerung (anamnêsis) an bereits vorher Gewusstes. Diesem widersprach Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.), dass es sich beim Lernen um einen Vorgang handele, „bei dem bereits vorliegende Kenntnisse angereichert und strukturiert werden“[1]. Bereits in dieser Begriffsbildung steckt die in den folgenden Jahrtausenden immer wieder in immer neuen Versuchen formulierten Auseinandersetzungen mit der Frage: „Was ist Lernen?“. Die unterschiedlichen, in den Lerntheorien und -didaktiken vorgelegten Definitionen münden in der Feststellung, „wenn Lernen in seiner Kontinuität und kumulativen Wirkung der entscheidende Prozess ist, der die geistige Entwicklung fördert, so muss die nächste Überlegung sein, welche Kräfte das Lernen in Bewegung setzen und in Gang halten“. Es sind Motivation und Aktivität, die Lernen bewirken[2]. Der Mensch muss also lernen wollen; und keine noch so angepriesene (technische oder geheimnisvolle) Möglichkeit kann diesen Willen ersetzen.

Die Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Philosophie und Anthropologie sind herausgefordert darüber nachzudenken und nach Überzeugungen zu suchen, wie es gelingen kann, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie lernen und aufgeklärt sein wollen.

Aufklärung ist notwendig

In den Zeiten von fake news, von scheinbaren Wahrheiten und der Leugnung von Wahrheiten, von populistischen, oberflächlichen und ideologischen Behauptungen und Meinungen, treten immer wieder Denker an, die sowohl „intellektuelle Signale gegen die entfesselte Geistlosigkeit“ setzen[3], als auch dazu auffordern, sich des Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ – zu stellen und die Anstrengungen des Denkens und Lernens anzunehmen[4]. Bei den Überlegungen, was, wozu und wie Menschen lernen sollen und die Herausforderungen als eine lebenslange Aufgabe begreifen, braucht es auch die Frage, was Bildung ist und welche Bildungsinhalte für ein humanes Leben gefordert werden[5]. „Wie klärt man Menschen auf, dass sie aufgeklärt sein wollen?“ Diese didaktische Frage hat immer schon Aufklärer herausgefordert, lokal und global danach Ausschau zu halten, wie das Denken und Lernen effektiv, effizient und elementar gelingt und welche Vorgaben und Vorsätze dafür notwendig sind[6] .

Lernen von wem?

Beim familialen und institutionalisierten Lernen sind es die traditionellen, kulturellen und curricularen Vorgaben und Anforderungen, die die Bildungs- und Erziehungsziele bestimmen. Es sind individuelle und in den Zeiten der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen) Welt als notwendig für ein humanes, gutes und gelingendes Leben der Menschheitsfamilie sich erweisendes Dasein zeigen; und es sind die in der Gesellschaft entstehenden, kulturellen Aktivitäten, die dazu anregen, lokal und global zu denken und zu lernen. Die Dokumenta 14 findet erstmals nicht nur in Kassel statt, sondern war auch in Athen zu Gast, mit dem Motto: „Von Griechenland lernen!“. Und mit der Frage – „Wie kann und muss Kunst- und Kulturvermittlung, wie kann kulturelle Bildung in einer globalisierten Welt aussehen“ – hat die brasilianische Direktorin des Museu da República, Magaly Cabral, beim 8. Kongress „Kinder zum Olymp!“ dazu aufgerufen, in Bildung und Erziehung den Zusammenhang von Kulturellem und Sozialem zu erkennen: „Learning from Brazil“[7].

Urteile und Entscheidungsprozesse im individuellen und gesellschaftlichen Handeln: Wie kommen sie zustande?

„Die meisten Eindrücke und Gedanken tauchen in unserem Bewusstsein auf, ohne dass wir wüssten, wie sie dorthin gelangten“, diese eher als unspezifisch und schwammig anmutende Aussage könnte man als Sprech abtun, würde sie nicht ein bedeutsames Phänomen eines Denkprozesses erkennen lassen, der sich damit befasst, Fehler in unserem intuitiven Denken auf die Spur zu kommen. Welche Bedeutung hat die Intuition im menschlichen Bewusstsein? 2002 wurde der israelisch-US-amerikanische Psychologe und Hochschullehrer Daniel Kahneman, zusammen mit seinem Kollegen Vernon L. Smith, mit den Wirtschafts-Nobelpreis ausgezeichnet.

Kahnemans „Prospect Theory“, die er zusammen mit Amos Tversky entwickelte, erklärt, wie Entscheidungsfindungen in Situationen der Unsicherheit und bei Risiken zustande kommen. Die intellektuellen, emotionalen, mentalen, bewussten und unbewussten Denkprozesse unterliegen Phänomenen, die sich, nach Kahneman, in zwei unterschiedlichen Kategorien und Denksystemen darstellen lassen: Intuitives und bewusstes Denken. Die neueren, neurologischen und psychologischen Forschungsergebnisse zeigen, „dass das intuitive System einflussreicher ist, als dies nach unserem subjektivem Erleben der Fall zu sein scheint“, also gewissermaßen als geheimer Urheber von vielen Entscheidungen und Urteilen gelten kann. Die auf den zwei (Denk-)Systemen des intuitiven, schnellen und des rationalen, langsamen Denkens beruhenden, psychologischen Theoriebildungen über Verzerrungen und Fehler in unserem intuitiven Denken, das (mehrheitlich) unser Denken und Handeln bestimmt, dürfen nicht als ein Manko und als Herabsetzung des menschlichen Intellekts verstanden werden; vielmehr bedarf es eines Verständnisses und Bewusstseins darüber, wie Urteile und Entscheidungsprozesse im individuellen und gesellschaftlichen Handeln zustande kommen. Dass dabei ökonomische Entscheidungen einer besonderen Beachtung verdienen, ergibt sich schon daraus, dass der homo oeconomicus lokal und global nach wie vor virulent ist. Erst wenn es gelingt, die vielfältigen Entscheidungen, die unser alltägliches wie kollektives Leben erforderlich machen, einer konstruktiven Kritik zu unterziehen und sie mit einer differenzierten Sprache zu benennen, können präventive Maßnahmen gegen Fehlentscheidungen vorgenommen werden; und zwar im Vertrauen darauf, dass eine „Entscheidung danach beurteilt wird, wie sie zustande kam, und nicht nur danach, was dabei herauskam“[8].

Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt

„Jedermann hat das Recht auf Freiheit der Meinung und der Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die unbehinderte Meinungsfreiheit und die Freiheit, ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut durch Mittel jeder Art sich zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben“. Damit wird die Meinungsfreiheit in der „globalen Ethik“, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948, als ein Menschenrecht deklariert. Es ist die apodiktische Festlegung der Würde und Freiheit des Menschen, die unabdingbar ist für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben der Menschheitsfamilie. Vorausgesetzt bei dieser Bestimmung ist, dass Meinungen auf der Grundlage des individuellen und gesellschaftlichen Bewusstseins zustande kommen und weder manipuliert noch aufgezwungen werden dürfen.

Nun wissen wir allerdings, dass Meinungen meist nicht mit dieser ethischen Messlatte zustande kommen, sondern mit ganz anderen, kulturellen, gesellschaftlichen, sittlichen, moralischen und gewohnheitsbedingten Maßstäben wirksam werden. Das müssen nicht immer manipulative, egozentrierte oder machtpolitische Gründe sein; es kommt darauf an, die Entstehung und Wirkung von Meinungen auch biologisch und ethisch zu betrachten. Die Verhaltens- und neurowissenschaftliche Psychologie beschäftigt sich mit den Fragen, wie Affekte, Emotionen und Rationalismen unsere Wahrnehmungen, unser Verhalten und unser Denken und Handeln beeinflussen. Die an der University of London tätige Psychologin und Neurowissenschaftlerin Tali Sharot fragt, wieso wir eigentlich in unseren verschiedenen Funktionen als Individuen, Partner, Erzieher, Berufs-, Alltagsmensch und Bürger ständig Einfluss auf andere Menschen nehmen und dabei entweder erfolgreich oder erfolglos sind: „Was entscheidet, ob Sie das Denken anderer beeinflussen oder ob Sie überhört werden?“ – und umgekehrt. Es ist die uralte, gelingende wie in vielen Situationen scheiternde, oftmals verzweifelte (pädagogische) Frage: Wie kann es gelingen, Menschen davon zu überzeugen, dass sie aufgeklärt sein und lernen wollen? Es sind die irrationalen Meinungen, die beim logischen Nachdenken und bei einer rationalen Beweisführung doch unlogische Auffassungen und sogar Glaubenssätze hervorbringen.

Warum eigentlich und wieso? Die Autorin versucht es mit den wissenschaftlichen Mitteln, die ihr die Psychologie und Neurowissenschaft zur Verfügung stellt, nämlich „die systematischen Fehler aufzuzeigen, die wir machen, wenn wir versuchen, Menschen zum Umdenken zu bewegen, und zu klären, was in jenen Fällen passiert, in denen es uns gelingt“. In den Kommunikationswissenschaften und in der Pädagogik sind die Instrumente dazu bekannt: Ängste schüren, Katastrophen an die Wand malen, voller Inbrunst und Überzeugung Dinge behaupten, die dazu führen, andere Menschen dazu zu bringen, die ausgesandten Imponderabilien als wahr an- und zu übernehmen. Diese negativen Aktionen und Reaktionen lassen sich in gleicher Weise bei Versuchen anwenden, die zu positiven, humanen Beeinflussungen führen: „Jeder Versuch, die Meinung von anderen zu beeinflussen, (wird) nur dann erfolgreich sein, wenn er sich mit den Elementen verträgt, die unser Denken maßgeblich steuern“. Diese im Gehirn positionierten und verschalteten Gemütszustände bewirken (natürlich nicht automatisch, sondern interaktiv), ob in der einen Situation Beeinflussung gelingt und in einem anderen Fall nicht[9].

Der Sinn des Lebens

Über Sinnfragen nachdenken ist ein menschliches Bedürfnis. Die Deutsche Gesellschaft für Volkskunde, mit Sitz in Marburg, ist beim Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft angesiedelt. Als Dachverband der in den Fächern Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft, Kulturanthropologie und den verwandten Einrichtungen tätigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen setzt sie sich für den wissenschaftlichen, interdisziplinären Dialog ein. Ein Thema ist die Frage, was (physische und psychische) Sinne mit dem Kulturellen zu tun haben: „Die Sinne sind blind ohne die Wegweisungen des kollektiven Gedächtnisses, sie sind stumm ohne das Erzählen, taub ohne die Erfahrung, die materielle Wahrnehmungen zu Alltagspraxen formt“. Dabei werden sowohl einzelne Sinnes-Eindrücke und Phänomene reflektiert, als auch theoretisch-methodische Neukonzeptionen und -Interpretationen thematisiert: „Die spezifisch ethnographische Zugangsweise erlaubt neue Zugänge zum Faszinosum Körper-Leib, sie stellt Selbstverständliches im Forschungsprozess heraus und anschließend die Frage, um die Welt nicht nur sinnhaft, sondern auch begrifflich neu zu fassen“. Die Autorinnen und Autoren werfen dabei auch einen Blick über den Gartenzaun, indem sie die anglo-amerikanischen Debatten um „Sensory Ethnographie“ und „Anthropology of the Senses“ in ihren Diskussions- und Forschungsprozess hinein nehmen. Die differenzierten, vielfältigen Darstellungen der Wahrnehmung und Methoden bei empirisch-kulturwissenschaftlichen Forschungen zum wissenschaftlichen Innovationsbereich „Ethnographien der Sinne“ vermitteln einen interessanten Einblick in neuere Forschungsergebnisse im Grenz- und Kooperationsbereich der Ethnographie, Psychoanalyse, Philosophie und Pädagogik. Die Erfahrungen, sich (gelegentlich) im „Gefängnis der eigenen Sinnlichkeit“ zu wähnen, das Bewusstsein und der Wille, herauszukommen, und die Aktivitäten, dies auch zu schaffen, erfordern nicht (nur) trial and error, sondern bedürfen der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme und Analyse[10].

Was ist ein „gutes Leben“?

In der anthropologischen Philosophie eines Aristoteles wird „eu zên“, gut leben, vom bloßen Leben unterschieden. Der anthrôpos ist zum guten Leben befähigt. Kraft seiner Vernunft ist er fähig, ein sittlich gutes und autarkes Leben zu führen. Gibt es Lichtblicke, dass die Menschheit einen Bewusstseinswandel für ein gegenwärtig gutes, gerechtes Leben und ein humanes, zukünftiges Überleben für alle Menschen auf der Erde vollzieht? Oder verhallen diese Rufe in der unwirtlichen Wüste von Egoismus, fehlender Solidarität und Verantwortungslosigkeit? Überwiegen Pessimismus und Fatalismus? Gibt es Bemühungen, die fatale Entwicklung zu überwinden, dass lokal und global die Habenichtse immer ärmer und hoffnungsloser und die Besitzenden immer reicher und selbstgefälliger werden?

Der ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler von der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften in Quito, Alberto Acosta Espinosa, gibt darauf einige Antworten. Als ehemaliger Präsident der Verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors und Minister für Energie und Bergbau hat er wesentlichen Anteil daran, dass das Konzept des „Buen Vivir“ als staatliches Entwicklungsmodell 2008 in der Verfassung verankert wurde, das traditionell-indigene Grundlagen (Sumak kawsay, „Rechte der Natur“) und die Menschenrechte im Sinne der „globalen Ethik“, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948, berücksichtigt. Mit seinem Buch „Buen Vivir“ ruft er zur globalen Solidarität, globale Empathie und globale Verantwortungsethik auf: „Eine andere Welt wird möglich sein, wenn sie demokratisch erdacht und geschaffen wird und Menschenrechte und die Rechte der Natur ihre Grundlage bilden“. Buen Vivir, wie die spanische Bezeichnung für „Sumak Kawsay“ und „Suma Qamaña“ in den indianischen Sprachen in den Anden- und Amazonasgebieten lautet, bedeutet, dass „das menschliche Individuum, integriert in seine Gemeinschaft, das harmonische Beziehungen mit der Natur pflegt und dabei, individuell genauso wie in der Gemeinschaft, nach dem Aufbau eines nachhaltigen, würdigen Lebens für alle strebt“. Am Beispiel der ökologischen Yasuni-Initiative zeigt er auf, wie ein globales Bewusstsein für die Bewahrung des Lebensraums der Menschen, der Erde, geschaffen werden könnte, und er verdeutlicht durch das Scheitern, wie ökonomischer, kapitalistischer und neoliberaler Egoismus den Zielen für eine gerechte Welt entgegen stehen[11].

Mit Würde leben

„Die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte (bildet) die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt“. Diese in der Präambel der von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierten Allgemeinen Erklärung zuvorderst postulierte Definition des Menschseins und der in Artikel 1 eindeutig gesetzte Grundsatz – „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen“ – gilt als globale Ethik und Verpflichtung für alle Menschen. Grundlegende, gesetzte, erworbene und „gefühlte“ Werte und Normen, die ein gerechtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen auf der Erde fordern und regeln wollen, unterliegen freilich immer auch der Misere, dass die dabei implizierten Annahmen von Einsicht, Verantwortungsbewusstsein und Friedfertigkeit allzu oft nicht vorhanden sind und von Egoismen, Opportunismen, Fundamentalismen, Populismen und Nationalismen überlagert werden.

Der Schweizer Philosoph Peter Bieri sieht im Würde-Begriff den zuvorderst von Menschen zu erreichenden, humanen Zustand für ein menschenwürdiges Leben. Er geht davon aus, dass ein wacher und genauer Blick auf die vielfältigen Lebenserfahrungen genügt, um diesem ethischem Wert auf die Spur zu kommen. Er nähert sich der Herausforderung, indem er drei philosophische Fragen stellt: Wie werde ich von anderen Menschen behandelt? – Wie behandle ich andere Menschen? – „Wie stehe ich zu mir selbst? Diese Prämissen lassen sich in Gebote meißeln, in Gesetze gießen oder in Verfassungen schreiben. Damit können sie sich zu Richtschnüren oder Fesseln entwickeln. Es könnte aber auch gelingen, die Würde des Menschen als ein Wagnis zu verstehen, als eine Herausforderung, die im tagtäglichen Denken und Tun sich ausbreitet, konfrontiert und als Hindernis oder gar als Falle auftut. Der Autor nähert sich der Problematik dadurch, dass er feststellt: „Unser Leben als denkende, erlebende und handelnde Wesen ist zerbrechlich und stets gefährdet – von außen wie von innen. Die Lebensform der Würde ist der Versuch, diese Gefährdung in Schach zu halten“. Menschliche Würde ist gegeben, sie muss aber tagtäglich im Leben der Menschen neu erworben, erkämpft, bewahrt und verteidigt werden. Dabei ist zu reflektieren, dass die Grundwerte, die der Würde des Menschen aufsitzen – Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden – unverzichtbar, überall und für jeden Menschen gültig und nicht relativierbar sind. Würde ist also Aufgabe und Herausforderung![12]

Bedürfnisse?

Der US-amerikanische Psychologe Abraham H. Maslow (1908 – 1970), gilt als Mitbegründer der Humanistischen Psychologie. In der deutschsprachigen, psychologischen, psychotherapeutischen, soziologischen und entwicklungspolitischen Diskussion ist er vor allem durch seine „Bedürfnispyramide“ bekannt geworden, mit der er die individuellen Grundbedürfnisse der Menschen aufzeigt und dabei auf existentielle Menschenrechte verweist, wie dies in Art. 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte postuliert wird: (1) Jedermann hat das Recht auf einen für die Gesundheit und das Wohlergehen von sich und seiner Familie angemessenen Lebensstandard, einschließlich ausreichender Ernährung, Bekleidung, Wohnung, ärztlicher Versorgung und notwendiger sozialer Leistungen…“. Es sind Forderungen nach sozialer und Verteilungsgerechtigkeit, die auf der globalen Agenda stehen und an das Gewissen der Menschheit rühren. Diese Überzeugung kann nur gelingen, wenn der anthrôpos, der Mensch, als ein aktives, selbstdenkendes und positives Lebewesen betrachtet wird. Maslow geht davon aus, dass jeder Mensch in seinem Dasein, seinem Denken und Handeln nicht nur einzigartig, sondern jeder Mensch auch ein einzigartiger Mystiker ist. Bei seiner Suche nach Menschlichkeit drehte er die bis dahin in der Psychologie und Psychotherapie gewohnte Fragestellung „Was macht Menschen psychisch krank?“ einfach um und fragte: „Was zeichnet psychisch besonders gesunde Menschen aus?“. Dabei kam er zu der bemerkenswerten Erkenntnis, dass psychisch besonders gesunde Menschen zu „mystischen Erfahrungen“ tendieren. Er betrachtete die „Gipfelerlebnisse“, die Menschen erleben und bewege, und erkannte, dass Gipfelerlebnisse nicht vom Himmel fallen oder von welchen Mächten auch immer gegeben werden, sondern sich in der Welt befinden. Diese wahrhaft mundane Erkenntnis[13] verlangt nach „Ganzheit“ und der Zusammenfügung von „Sein“ und „Sollen“[14].

Freiheit ist alles!

Der Mensch als frei und gleich an Würde und Rechten geborenes, mit Vernunft ausgestattetes, zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähiges, zur Bildung von Allgemeinurteilen befähigtes und auf die Gemeinschaft mit den Mitmenschen angewiesenes Lebewesen, wie dies in der abendländischen, anthropologischen (aristotelischen) Philosophie zum Ausdruck kommt und in der globalen Ethik der Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen proklamiert wird, ist verwiesen auf die Individualität und Selbstbestimmung des menschlichen Daseins. Kaum ein Wert, der die Humanität der menschlichen Existenz ausmacht, wird jedoch in der Geschichte der Menschheit so in Frage gestellt wie der Freiheitsbegriff und durch die (un-)freiheitliche Wirklichkeit konterkariert. Es sind Fragen, die das persönliche und kollektive, das lokal- und globalgesellschaftliche und das physisch-psychologische Menschsein betreffen, zum Beispiel:

  • Worin besteht das Erlebnis der Freiheit?
  • Ist der Wille zur Freiheit naturgegeben oder menschengemacht?
  • Welche Einflüsse haben individuelle, kulturelle, politische und ideologische Wertvorstellungen?
  • Bedeutet Freiheit nur Abwesenheit von äußerem Druck oder auch die Anwesenheit von etwas Positivem?
  • Welche sozialen und ökonomischen Ursachen hat das Streben nach Freiheit?
  • Kann Freiheit auch zur Last werden?

Damit wird schon die Janusköpfigkeit des Freiheitsbegriffs deutlich. Denn Freiheitsstreben wird den Menschen weder in die Gene gelegt, noch entsteht es ausschließlich durch soziale und kulturelle Umweltprozesse: „Gesellschaftliche Bedingungen beeinflussen ideologische Erscheinungen vermittels des Charakters. Charakter andererseits ist nicht das Ergebnis passiver Anpassung auf Grund von Elementen, die entweder der menschlichen Natur eingeboren sind, oder als Resultat historischer Entwicklung ihr inhärent werden“ (Erich Fromm, Furcht vor der Freiheit, 1941/1993).

Ein Freiheitsbewusstsein muss also erworben werden, und zwar in allen Bildungs- und Erziehungsprozessen, die Menschen Zeit ihres Lebens durchlaufen, in der Familie, im Kindergarten, der Schule, im Beruf und in der Freizeit. Keine menschliche Gemeinschaft kann ohne Freiheit existieren, will sie sich nicht aufgeben oder darauf verzichten, was Menschsein ausmacht! In kaum einem anderen Existenz- und Sehnsuchtsbegriff verdeutlicht sich die Diskrepanz von Willentlichkeit und Wirklichkeit so wie im Wort und in der Wirkung von Freiheit. Es sind sowohl die unendlichen Weiten und Horizonte, die Freiheit ermöglichen, als auch die von Menschen gebauten Zäune, Mauern und Minenfelder, wie auch die unsichtbaren Wände, die Freiheit einschränken oder verhindern. „Die Freiheit hat für den Menschen generell und für die Moderne im Besonderen eine konstitutive Bedeutung“. Diese These stellt der Tübinger Philosoph Otfried Höffe an den Anfang seiner Studie über die „Kritik der Freiheit“, ganz im Sinne der abendländischen philosophischen Traditionen, dass ein Nachdenken über sich, Gott und die Welt immer Lebenskunst darstellt und verbunden sein muss mit individueller Identitätsfindung und Gesellschaftskritik. Er zeigt auf, dass „Freiheit“ für die Moderne ein unverzichtbares, allumfassendes und grundlegendes Prinzip darstellt, ohne das der Mensch seine Menschlichkeit verliert[15].

Visionen: reale Utopien

Im wissenschaftlichen Diskurs hat utopisches Denken ein Geschmäckle! Im alltäglichen, gesellschaftlichen Denken wird die Frage – „Brauchen wir Utopien?“ – in unterschiedlicher Weise gestellt! Zum einen wird ein „Utopist“ meist als weltfremder, dem wirklichen Leben und seinen Anforderungen eher nicht gewachsener Mensch betrachtet, der die Realitäten nicht sehen will und sich in unrealistische Utopien und „Hirngespinste“ flüchtet; zum anderen wird utopisches Denken mit Phantasie, Kritikfähigkeit und dem Willen verglichen, vorhandene Zustände und scheinbar unumstößliche Wirklichkeiten durch alternatives Denken verändern zu wollen. Das Wort des US-amerikanischen Friedensnobelpreisträgers von 1985, Bernard Lown, drückt diese „offene Utopie“ aus: „Nur die Menschen, die das Unsichtbare sehen, können das Unmögliche tun“. Der uruguayanische Schriftsteller Fernando Ainsa sieht deshalb im utopischen Denken die Fähigkeit und Notwendigkeit, Kritik an gegenwärtigen Entwicklungen zu üben, um Hoffnung für eine gerechtere, friedlichere und humane Welt in der Zukunft zu gewinnen. In der globalisierten, neoliberal gemachten Welt wird den Menschen suggeriert, dass die Durchsetzung von individuellen, lokal- und globalgesellschaftlichen Partikularinteressen existentiell notwendig ist. „Visionen“, als Perspektivenwechsel hin zu scheinbar undenkbaren und unrealistischen Vorstellungen aber sind notwendig, um zu verwirklichen, dass eine friedliche, gerechte Eine Welt möglich ist.

Die Interdisziplinäre Studiengesellschaft (ISG) ist eine 1947 gegründete Vereinigung von WissenschaftlerInnen und gesellschaftlich engagierten Menschen, die als kritische Beobachter von gesellschaftlichen Entwicklungen Visionen entwickeln, in Kolloquien Alternativen diskutieren und in einer Schriftenreihe publizieren. Die Themenschwerpunkte umfassen dabei weitgehend die jeweiligen, zeitbedingten und zivilgesellschaftlich relevanten Entwicklungsaspekte, zum Beispiel: „Rationalisierung/Automatisierung“, „Kriminalität“, „Privatsphäre“, „Arbeit“, „Wissenschaft“, „Erziehung“, „Familie“, „Soziale Verwurzelung“, „Seelische Nöte“, „Sprache“, „Menschenwürde“, „Wahrnehmung und Wirklichkeit“, „Subjektivierung“, „Wissen-Glauben-Aberglauben“, „Wertewandel“, „Menschen-/Weltbild“.

Auf ihrer Jahrestagung 2013 haben die TeilnehmerInnen diskutiert darüber, wie „Gedanken und Vorstellungen über Zukünftiges…(die) von Illusionen, von beschönigenden, dem Wunschdenken entsprechenden Selbsttäuschungen über einen in Wirklichkeit weniger positiven Sachverhalt abgegrenzt“ werden. Mit der lokal- und global-existentiellen Frage: „Wie wollen wir leben?“ werden die vielfältigen, differenzierten und interdisziplinären Aspekte thematisiert, wie wir als Menschheit gegenwärtig leben können und zukünftig existieren wollen. Bei der Frage, welche Illusionen und Utopien uns Menschen um- und antreiben, kommt es darauf an, beschönigendes, von Selbsttäuschungen bestimmtes Wunschdenken abzusetzen von gesellschaftlichen, nachhaltigen Visionen, die und nur die den notwendigen Perspektivenwechsel für eine humane Gegenwarts- und Zukunftsbewältigung der Menschheit ermöglichen können. Es sind phantasievolle Ideen und Projekte, die deutlich machen: „Es geht!“, wenn die Menschheit es schafft, „umzudenken, sich umzuorientieren und gesellschaftlich umzuorganisieren, kurz: neue Lebensformen zu finden, wie dies die Weltkommission „Kultur und Entwicklung“ 1995 in ihrem Schlussbericht zum Ausdruck bringt[16].

Das haben wir schon immer so gemacht?

Traditionelles Denken und Handeln zeigt sich in vielfältigen Formen. Die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Traditionen und Traditionalismen sind meist durchz interdisziplinäre Diskurse bestimmt. Es sind anthropologische und ethnologische, ethnische und ethische, psychologische und philosophische Aspekte, die nach den Unterschieden von Tradition und Traditionalismus Ausschau halten. Der Kultur- und Sozialanthropologe der Universität Wien und Präsident der Anthropologischen Gesellschaft Wien, Hermann Mückler, und der Direktor des Paulo-Freire-Zentrums für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und dialogische Bildung in Wien, Gerald Faschingeder, geben einen Sammelband heraus, in dem Expertinnen und Experten der Bereiche Europäische Ethnologie, Entwicklungsforschung, Kultur- und Sozialanthropologie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte den Fragen nachgehen, wie sich lokal und global die Wandlungs- und Veränderungsprozesse beim traditionellen und traditionalistischen Denken und Tun vollziehen. Die Unterschiede zeigen sich in Realitäten und Realitätsverkennungen. Traditionelles Denken und Handeln kann sich sowohl in Fehldeutungen und -einschätzungen, als Einbildung, Immagination, Erdichtung, Fiktion, Trugbild oder Wunschtraum darstellen, als auch als stabile Werthaltung und Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen, Glaubensvorstellungen… zeigen. Athropologisch sind Traditionen (Identitäts- und Macht-)Funktionen, um Legitimität zu erzeugen und Werte- und Verhaltensnormen einzuüben. Falschen Traditionen aufzusitzen kann individuelle, kulturelle und gesellschaftliche Identitäten fehlleiten oder gar zerstören[17].

„Der Verlust an zivilisiertem Verhalten hat Barbarei zur Folge“,

diese von Günter Grass in seinem Beitrag „Asyl und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland“ (Christoph Burgner, Hg., Rassismus in der Diskussion, Elefanten Press, Berlin 1999, S. 69[18]) formulierte Erkenntnis hat an Aussagekraft bis heute nichts eingebüßt. Die lokalen und globalen Kakophonien, die sich in Nationalismen, Fundamentalismen, Ego-Firstismen, Rassismen und Populismen ausdrücken und mit Fake-News und alternativen Faktenauslegungen anscheinend bei den Menschen Aufmerksamkeit finden, erfordern intellektuelle und humane Antworten und Widerstände. Mit der Suche nach einer „transkulturellen Logik“[19] wird der „Dämonisierung des Anderen“[20] entgegen zu wirken versucht. Die Geschichte des Rassismus lehrt uns, dass Rassismuserlebnisse immer dann wirksam werden können, wenn das Individuum und/oder die Gemeinschaft, der das Individuum angehört, nicht über ethische und moralische Grundlagen verfügt oder nicht gewillt ist, sie zu leben.

Der Politik-Didaktiker von der Ruhr-Universität Bochum, Karim Fereidooni und die Berliner Kultur- und Sozialwissenschaftlerin Meral El geben einen Sammelband heraus, in dem 64 Autorinnen und Autoren in 53 wissenschaftlichen, fachbezogenen und interdisziplinären Beiträgen zum nationalen und internationalen Diskurs zu Fragen der Rassismuskritik Stellung beziehen. Es sind Analysen und Berichte, wie sie in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Österreich und der Türkei thematisiert werden. Mit ihrer Diktion und Komparabilität ermöglichen sie auch Vergleiche zu Situationen und Gegebenheiten anderswo. Es geht um Fragen zum Alltagsrassismus, zu rassistischen Gesellschaftsdiskursen, Rassismus in Institutionen, Rechtsradikalismus, Widerstand und Empowerment, Kritik der Rassismuskritik und zur kritischen Weißseinsforschung. Es ist eine Bestandsaufnahme zum historisch gewachsenen, menschengemachten und gesamtgesellschaftlichen Phänomen, den Anderen, den Fremden, den Unbekannten in seiner Individualität, kulturellen und weltanschaulichen Identität herabzuwürdigen, als minderwertig zu betrachten und zu klassifizieren. Gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit kann und muss etwas unternommen werden: Individuell und kollektiv, lokal und global. Die Lehre kann deshalb nur lauten: Wenn, in Anlehnung an das Argument in der Präambel der Verfassung der UNESCO vom 16. November 1945, rassistisches Denken und Handeln in den Köpfen der Menschen entsteht, müssen auch die Bollwerke der Aufklärung und Bildung im Geist der Menschen errichtet werden![21]

Rationales und emotionales Lernen

Emotionen sind nicht nur Affekte und Gemütsbewegungen, sondern sollen bestimmt werden von Einschätzungen und Bewertungen. Diese Zuschreibung berührt die ganze Tragweite des philosophischen Nachdenkens über Rationalität und Emotionalität. In der griechischen Philosophie wird „pathos“ als Widerfahrnis und Affekt bezeichnet, „was einem widerfährt“ und „was man erleidet“, also als negative und positive Vorgänge, wie etwa Begierde, Zorn, Furcht, Mut, Neid, Freude, Zuneigung, Hass, Sehnsucht, Eifersucht und Mitleid benannt, oder als Affekte, Sanftmut, Scham, Freundlichkeit als Tugenden und Verhaltensweisen bezeichnet. Die Herausforderung ist deutlich: Wenn Emotionen mehr sein sollen als nicht steuerbare und nichtbeeinflussbare Gemütsbewegungen, die Willkür, Macht, Gewalt und momentane Verhaltensweisen hervorbringen und damit ein gerechtes, friedliches und gedeihliches Zusammenleben der Menschen auf der Erde unmöglich machen, bedarf es neuer Stellschrauben, Denk- und Verhaltensmodelle; insbesondere in den globalisierten Zeiten. Die US-amerikanische Philosophin und Psychoanalytikerin Martha Nussbaum entwickelt eine Theorie der politischen Emotionen. Sie fragt, wie durch Emotionen Denk- und Verhaltensweisen der Menschen stabilisiert und nicht behindert werden können. Sie analysiert die Geschichte der Emotionalität, formuliert Ziele, Mittel und Probleme und setzt sich mit „öffentlichen Emotionen“ auseinander, die sich sowohl institutionell, kongenial, produktiv, aber auch kontraproduktiv, ideologisch und zerstörerisch äußern.

Gerechtigkeit braucht Liebe! Stabilität ist ohne ein emotionales Engagement nicht möglich! Das Streben nach Gerechtigkeit geht mit Unvollkommenheit einher! Diese Be- und Erkenntnisse können umreißen, was Martha C. Nussbaum in ihrem kenntnisreichen Buch „Politische Emotionen“ mit vielfältigen Nuancen, Exempeln und Konzepten ausführt. Sie erhebt dabei nicht den Anspruch, „permanent echte Gefühle“ zu propagieren, sondern „nur, dass genügend Menschen in einem genügend großen Zeitraum genügend empfinden“[22].

Fazit

Die subjektive Auswahl der Hinweise auf neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen zum allumfassenden Thema „Lernen“ folgt nicht den klassischen Vorgaben und Traditionen zum pädagogischen Lerndiskurs. Der Leitgedanke orientierte sich vielmehr an den alltäglichen, lokalen und globalen Anforderungen, wie sie sich im gesellschaftszivilisatorischen, „welt(un)gerechten“ Wandlungs- und Veränderungsprozess ergeben. Nur wenn es gelingt, die Menschen davon zu überzeugen, dass lebenslanges Lernen, ethische, soziale und demokratische Aufklärung die Grundlagen für ein gutes, gerechtes, gelingendes Leben für alle Menschen sind, wird es gelingen, eine menschenwürdige Gegenwart und Zukunft für die Menschheitsfamilie zu schaffen!

Kontakt zum Autor.

Dr. Jos Schnurer
Immelmannstr. 40
31134 Hildesheim
jos2@schnurer.de

 


[1] T. Wagner, in: Otfried Höffe, Hrsg., Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005, S. 336f
[2] Heinrich Roth, Hrsg., Begabung und Lernen. Ergebnisse und Folgerungen neuer Forschungen, Deutscher Bildungsrat / Gutachten und Studien der Bildungskommission, Bd. 4, 4. Aufl., Stuttgart 1969, S. 31ff
[3] Peter Sloterdijk, Philosophische Temperamente. Von Platon bis Sartre, 2009, http://www.socialnet.de/rezensionen/8795.php
[4] Ekkehard Martens, Stechfliege Sokrates, Warum gute Philosophie weh tun muss, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/20342.php; siehe auch: Karl-Heinz Dammer, Philosophen als pädagogische Denker, Bd. I und II, 2015 und 2017, http://www.socialnet.de/rezensionen/22552.php
[5] Michael Maaser / Gerrit Walther, Hrsg., Bildung. Ziele und Formen, Traditionen und Systeme, Medien und Akteure, 2011, http://www.socialnet.de/rezensionen/12295.php
[6] Steffen Martus, Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert – ein Epochenbild, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/20253.php
[7] Margarete Schweizer, Think Global!, in: Arsprototo 2/2017, S. 65
[8] Daniel Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken, 2012, http://www.socialnet.de/rezensionen/17709.php
[9] Tali Sharot, Die Meinung der Anderen. Was unser Denken und Handeln bestimmt – und wie wir der kollektiven Dummheit entkommen können, 2017, https://www.socialnet.de/rezensionen/22651.php
[10] Lydia Maria Arantes / Elisa Rieger, Hrsg., Ethnographien der Sinne. Wahrnehmung und Methode in empirisch-kulturwissenschaftlichen Forschungen, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17991.php
[11] Alberto Acosta, Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/20598.php
[12] Peter Bieri, Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde, 2013, http://www.socialnet.de/rezensionen/15601.php
[13] Siehe dazu auch: Wolfgang Welsch, Homo mundanus. Jenseits der anthropischen Denkform der Moderne, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/14323.php
[14] Abraham H. Maslow, Jeder Mensch ist ein Mystiker. Impulse für die seelische Ganzwerdung, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/16223.php
[15] Otfried Höffe, Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/19467.php; siehe dazu auch: Till Kössler / Alexander Schwitanski, Hrsg., Frieden lernen. Friedenspädagogik und Erziehung im 20. Jahrhundert, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17112.php
[16]Dieter Korczak, Hrsg., Visionen statt Illusionen. Wie wollen wir leben? 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/18045.php
[17] Hermann Mückler / Gerald Faschingeder, Hrsg., Tradition und Traditionalismus. Zur Instrumentalisierung eines Identitätskonzepts, 2012, http://www.socialnet.de/rezensionen/12770.php
[18] Christoph Burgner, Hg., Rassismus in der Diskussion, Elefanten Press, Berlin 1999, S. 69
[19] Hans Lenk / Gregor Paul, Transkulturelle Logik. Universalität in der Vielfalt, 2014, www.socialnet.de/rezensionen/22702.php
[20] Maria do Mar Castro Varela / Paul Mecheril, Hg., Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik in der Gegenwart, 2016, www.socialnet.de/rezensionen/21724.php
[21] Karim Fereidooni / Meral El, Hrsg., Rassismuskritik und Widerstandsformen, 2017, http://www.socialnet.de/rezensionen/22589.php
[22] Martha Craven Nussbaum, Politische Emotionen. Warum Liebe für Gerechtigkeit wichtig ist, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17720.php; siehe auch: Martha Nussbaum, die neue religiöse Intoleranz. Ein Ausweg aus der Politik der Angst, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/18020.php

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Buchcover

Klaus-Peter Hufer: Argumentations­training gegen Stammtischparolen. Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2016. 10. Auflage. 117 Seiten. ISBN 978-3-87920-054-2.
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