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National Cancer Institute / Unsplash

Viele Menschen meiden aktuell Vorsorgeuntersuchungen

17.08.2020 | Gesundheitswesen | Nachrichten

Sie können schwere Krankheitsverläufe verhindern und retten mitunter Leben. Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen sind gerade mit Blick auf Krebserkrankungen sehr wichtig. Doch die Angst vor Corona scheint viele Menschen mittleren Alters abzuschrecken. Dies zeigen die neuesten Corona-Monitoring-Daten der Uni Erfurt.

Die Corona-Situation beeinflusst die medizinische Versorgung und Vorsorge: Viele Menschen haben deshalb Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, Gesundheits-Check-Ups und Zahnarztbesuche aufgeschoben. So das Ergebnis der aktuellen Befragungswelle des COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO) der Universität Erfurt, an dem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Partnerin beteiligt ist. In COSMO werden in regelmäßigen Abständen jeweils rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger repräsentativ zu ihren Wahrnehmungen, Einstellungen, ihrem Wissen und Verhalten zu COVID-19 befragt.

Knapp jeder neunte Teilnehmende (11 Prozent) gab an, eine Krebsfrüherkennung wegen der Corona-Situation aufgeschoben zu haben – darunter deutlich mehr Frauen (14 Prozent) als Männer (8 Prozent) und auch hier am häufigsten Befragte im Alter zwischen 30 bis 49 Jahren (15 Prozent). Seit März 2020 haben 22 Prozent der Befragten den Besuch beim Zahnarzt oder der Zahnärztin und 16 Prozent den Gesundheits-Check-Up aufgeschoben – vor allem 30- bis 49-Jährige. Nennenswerte Unterschiede zwischen Frauen und Männern gab es dabei keine. Bei den aufgeschobenen Zahnarztbesuchen handelte es sich hauptsächlich um Vorsorge- oder Kontrolltermine.

"Der Gesundheits-Check-up ab 35 Jahren dient der Früherkennung insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel von Bluthochdruck, von Diabetes und vpn Nierenerkrankungen", erklärt Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Und auch mit Blick auf die Krebsvorsorge weist Thaiss darauf hin, dass sich bei Diagnosen im frühen Krankheitsstadium die Heilungschancen deutlich erhöhen. Daher schließt sie: "Früherkennungsuntersuchungen sollten auch in Zeiten der Pandemie konsequent wahrgenommen werden.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert auf ihren Internetseiten www.frauengesundheitsportal.de und www.maennergesundheitsportal.de gezielt Frauen und Männer über Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung.


Quelle: Mit Informationen der BZgA vom 13.8.2020

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Regina-Maria Dackweiler, Alexandra Rau, Reinhild Schäfer (Hrsg.): Frauen und Armut - feministische Perspektiven. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 474 Seiten. ISBN 978-3-8474-2203-7.
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