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Verschafft der Bachelor in Hebammenkunde freie Wahl beim Arbeitsplatz?

Ergebnisse einer Verbleibstudie von Absolventinnen des Bachelor-Studienganges in Hebammenkunde der Hochschule Fulda zeigen, dass nach dem Studium gute Arbeitschancen bestehen. Spätestens zwei Monate nach Abschluss des Studiums hatten alle Absolventinnen einen Arbeitsplatz. Sie waren dabei eher wählerisch: Neben dem Standort spielen Kriterien wie die Zusammensetzung des Teams, Einarbeitungszeit, Arbeitsbedingungen und Gehalt, Arbeitskonzept bzw. Arbeitsweise oder interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie Entwicklungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle in der Auswahl des gewünschten Arbeitsplatzes.

Ein Teil der Absolventinnen ging in Kliniken, in denen sie bereits während des Studiums gearbeitet hatten, angeworben vom Arbeitgeber. Andere entschieden sich für Level-1-Kliniken, also Kliniken der höchsten Versorgungsstufe, die ihnen besonders gute Arbeitsbedingungen boten. Der dritte Teil entschied sich bewusst für eine Tätigkeit in der außerklinischen Geburtsvorbereitung und Nachsorge sowie der Betreuung von Geburten als Beleghebamme. "Insgesamt besteht die Tendenz, zumindest nach einigen Jahren Berufserfahrung außerklinisch arbeiten zu wollen", berichtet Natalie Stertz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda, die die Studie durchgeführt hat. Alle Absolventinnen waren sich darin einig, auch künftig primär in der Versorgung tätig sein zu wollen. Einige könnten sich aber auch vorstellen, sich weiterzubilden und zum Beispiel zusätzlich an Hochschulen tätig zu werden.

Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Akzeptanz der Absolventinnen in den Einrichtungen gut ist. Sie können ihre Kompetenzen schnell unter Beweis stellen und damit auch Skeptiker überzeugen. Wie in anderen Berufen auch, ist der Berufseinstieg allerdings nicht sofort mit Leitungsfunktionen und Spitzengehältern verbunden. Die meisten Absolventinnen verdienen zunächst so viel wie ihre Kolleginnen ohne Hochschulabschluss. "Aber es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass Hebammen mit Bachelor-Abschluss schneller Zusatzaufgaben erhalten, die im öffentlichen Dienst mit einer Höhergruppierung um zwei Stufen verbunden sind", erläutert Prof. Dr. Beate Blättner, Leiterin der Studie und Studiendekanin des Fachbereichs Pflege und Gesundheit. "Die Studie zeigt zudem ganz deutlich, dass die Praxis akademisierter Hebammen bedarf. Absolventinnen berichten leider häufig davon, dass in der Geburtshilfe zum Teil noch Praktiken angewendet werden, die aus wissenschaftlicher Sicht überholt sind. Schwangere, Gebärende und junge Mütter haben aber ein Anrecht auf die bestmögliche Versorgung.

Prof. Dr. Müller-Rockstroh, die Leiterin des Studiengangs Hebammenkunde, rechnet aufgrund EU-rechtlicher Regelungen damit, dass die Ausbildung von Hebammen ab 2021 auch in Deutschland insgesamt auf akademischem Niveau erfolgen wird. Die Hochschule Fulda bietet bereits seit 2012 die Möglichkeit, Hebammenkunde zu studieren und geht nunmehr mit einem überarbeiteten Konzept in die erneute Akkreditierung des Studienganges. "Wir bieten zusätzlich Hebammen mit Berufszulassung die Chance, den Studienabschluss in kürzerer Zeit zu erwerben", sagt sie.


Quelle: Presseinformation der Hochschule Fulda vom 9. Juni 2017

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Klaus-Peter Hufer: Argumentations­training gegen Stammtischparolen. Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2016. 10. Auflage. 117 Seiten. ISBN 978-3-87920-054-2.
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