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UNECE-Ministerkonferenz: Die Potenziale der älteren Generation besser nutzen

29.09.2017 | Altenhilfe, Sozialpolitik

Fast ging dieses wichtige Veranstaltung für eine Gesellschaft für alle Altersgruppen in den Wahlaufregungen hierzulande unter. Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesseniorenministerin, Elke Ferner, nahm vor wenigen Tagen in Lissabon an der 4. Ministerkonferenz der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (United Nations Economic Commission for Europ, kurz UNECE) zu Fragen des Alterns teil. Im Zentrum der Konferenz mit dem Titel "A sustainable Society for all Ages - Realizing the Potential of living longer" stand die Frage, wie die Potenziale älterer Menschen besser genutzt werden können.

Elke Ferner erklärte dazu: "Unsere Gesellschaft ist mitten im demografischen Wandel. Deshalb ist es unerlässlich, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass ältere Männer und Frauen bis ins hohe Alter gut und selbstbestimmt leben können und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Dazu gehört die Potenziale des aktiven Alterns zu nutzen aber auch eine gute soziale Infrastruktur vor Ort: Wir brauchen altersgerechte Wohnangebote und eine altersgerechte soziale Infrastruktur mit Mehrgenerationenhäusern, bezahlbaren Pflegediensten und Diensten zur Unterstützung im Haushalt sowie Zugang zu medizinischer Versorgung. Nur so können Ältere in ihrer gewohnten Umgebung alt werden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Gute Lebensbedingungen müssen gute Lebensbedingungen in den Kommunen sein. Das kann nur gelingen, wenn Bund, Länder und Kommunen zusammenarbeiten."

Dieses politische Handlungsfeld ist zentral für ein selbstbestimmtes Leben auch im hohen Alter, so fügt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen in Deutschland hinzu. Weitere Handlungsfelder seien gemeinschaftliches Wohnen, gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und die Sicherung der vollen Menschenrechte für ältere Menschen – national und global.

Dazu dient der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen (MIPAA/ Madrid International Plan of Action on Ageing), der 2002 in Madrid verabschiedet wurde und dessen 15-jähriges Bestehen mit der Ministerkonferenz begangen wird. Eine Bilanz über die Umsetzung des MIPAA in den 56 Mitgliedsstaaten der UNECE findet sich in den "National Reports" und dem daraus zusammengefassten Synthese-Bericht. 

Mehr Informationen: Lebenswerte Zukunft im Alter - die weltweite Herausforderung für Poltitik und Zivilgesellschaft und Sozial.de im Interview mit der Leiterin der Geschäftsstelle "Internationale Altenpolitik", Silke Leicht 


Quelle: Pressemitteilung der BAGSO vom 22. September 2017

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