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Selbstbestimmung zum Ausgangspunkt der Pflege machen

06.02.2013 | Altenhilfe | Nachrichten

Eine gute Pflege basiert auf den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Pflegebedürftigen. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert in der aktuellen Ausgabe seines Fachmagazins ProAlter, die Wünsche und Bedürfnisse der Pflegebedürftigen stärker in den Mittelpunkt der täglichen Arbeit zu stellen.

Wie stark Menschen ihr Leben beeinflussen können, hat einen großen Einfluss auf ihre Lebensqualität. Doch vielen Menschen mit Hilfs- und Pflegebedarf fällt es schwerer als gesunden Menschen, ihre Wünsche durchzusetzen. „Wir müssen die Wünsche und Bedürfnisse der zu Pflegenden zum Ausgangspunkt der Begleitung und Pflege machen, auch wenn dies einem reibungslosen Arbeitsablauf in der Pflege entgegenstehen kann“, sagt der Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Dr. Peter Michell-Auli. Das KDA schlägt in der aktuellen Ausgabe seines Fachmagazins ProAlter vor, einen Prozess zu implementieren, der sicherstellt, dass die Wünsche der zu Pflegenden wahrgenommen und berücksichtigt werden. Die Wünsche unterscheiden sich von Person zu Person: Einige würden gern ein Glas Wein oder eine Flasche Bier zum Abendessen trinken, andere möchten im Garten arbeiten oder wünschen sich Live-Musik. Diese individuellen Bedürfnisse in die Arbeit zu integrieren, kann für das Pflegepersonal schwierig sein. „Einzelne Personen begleiten meist viele Klienten, für jeden einzelnen bleibt manchmal wenig Zeit. Zudem werden die Pflegepersonen mit Leid, Siechtum und Ekel konfrontiert. Einige entwickeln Schutzreaktionen, die dazu führen können, dass sie die Pflegebedürftigen objektivieren und Leistungen standardisiert erbringen, statt auf Individuen einzugehen“, erklärt Christine Sowinski, Leiterin des Bereichs Beratung von Einrichtungen und Diensten. Eine gute Pflege leistet aber genau das. Sie nimmt Wünsche auf und setzt sie um. Um dies dauerhaft zu gewährleisten, muss die Selbstbestimmung in den täglichen Arbeitsabläufen berücksichtigt werden. „Müssen wir uns nicht bei allem, was wir regelmäßig machen, fragen, wie dies am besten ablaufen soll? Eine konsequente Umsetzung kann durch ein entsprechendes Instrumentarium wirkungsvoll unterstützt werden. An einem solchen Instrumentarium arbeitet das KDA zurzeit“, sagt Michell-Auli. Mithilfe des Instrumentariums findet das Pflegepersonal gemeinsam mit den Hilfe- und Pflegebedürftigen die für sie beste Lösung. Weitere Informationen zur ProAlter-Ausgabe 1/2013 finden Sie auch unter

Quelle: Pressemitteilung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe vom 31.01.2013
www.kda.de

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