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Schwarzbuch Ehrenamt kritisiert Bürokratisierung

BJR zeigt Hindernisse für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit auf

Keine Zeit, zu viel Bürokratie, kein Dank – so lässt sich der Frust mancher Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit zusammenfassen. Der Bayerische Jugendring (BJR) setzt sich deshalb im „Schwarzbuch Ehrenamt“ mit den alltäglichen Hindernissen ehrenamtlich Engagierter in der Jugendarbeit ‑ aus der Sicht von Jugendlichen erzählt – auseinander. Das Schwarzbuch soll anhand einfacher Beispiele aus dem Lebensumfeld junger Menschen die Missstände und Probleme bei der Wahrnehmung eines Ehrenamts in der Jugendarbeit aufzeigen. BJR-Präsident Matthias Fack: „Ehrenamtliches Engagement muss gerade auch für junge Menschen attraktiv sein. Was wir brauchen, ist ein Ehrenamts- und Jugendcheck für alle Gesetze und Vorschriften, um unnötige bürokratische Hürden für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit abzubauen.“ Jeder dritte Jugendliche in Bayern engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich: in Jugendgruppen, -initiativen, -vereinen und -verbänden; für Sport, Kultur, Kirche, Demokratie oder die Umwelt. Ehrenamtliches Engagement ist auch ein Barometer für die Werte in unserer Gesellschaft. Damit das nicht auf „Schlechtwetter“ eingestellt ist, müssen die erforderlichen Rahmenbedingungen – (Finanz-)Mittel und (Frei-)Räume ‑ stimmen. Passen diese nicht, können sich junge Menschen ein Ehrenamt schlicht nicht leisten.

Weniger Amt

Ehrenamtliche Jugendarbeit ist von Verbindlichkeit und Verantwortung geprägt, sie darf jedoch nicht zu einer Verpflichtung und Belastung werden. Freiräume und Freizeiten müssen gesichert und überbordende bürokratische Holpersteine aus dem Weg geräumt werden, damit junge Menschen in ihrer freiwilligen, selbstbestimmten Tätigkeit nicht überlastet und demotiviert werden.

Mehr Ehre

Ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit braucht die Anerkennung und Wertschätzung von Politik und Gesellschaft. Ihr ideeller und materieller Wert für das Land Bayern ist unbezahlbar. Für ihren unermüdlichen Einsatz in Form von Kraft, Energie und Geld sollten Ehrenamtliche in der Jugendarbeit Ermutigung und Unterstützung, Qualifizierung und Begleitung erfahren. Links und Bestellmöglichkeit Download                                         
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Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 31 landesweiten und 39 regional tätigen Jugendverbände und der mehr als 359 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.

Quelle: Pressemitteilung des  Bayerischen Jugendrings vom 27.06.2013
www.bjr.de

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Heidrun Kiessl: Systemische Ansätze in der Heilpädagogik. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2019. 170 Seiten. ISBN 978-3-17-033064-1.
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