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Reform des Psychotherapeut*innengesetzes - Petition gestartet

Die Bundesregierung plant die Neuordnung der Ausbildung von Psychotherapeut*innen. Die vormals postgraduale Ausbildung zu Psychologischen Psychotherapeut*innen (PP) und Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen (KJP) soll einem BA- und MA-Studium weichen - leider ohne Einbezug von Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Der Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) setzt sich mit einer Petition dafür ein, dass der neugeordnete Psychotherapie-Studiengang auch an FHen und HAWen angeboten werden soll. Dies sieht nämlich der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung nicht vor. Vielmehr bevorzugt der Entwurf Universitäten, obwohl die Praxisnähe der FHen und HAWen gerade für eine Therapeut*innenausbildung besonders geeignet sein könnte. So wird von Professor*innen an FHen und HAWen mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung vorausgesetzt. Auch sind fixe Praxiszeiten und entsprechende Kooperationen seit Jahren etabliert.

Die Initiator*innen fügen an, dass insbesondere im an FHen und HAWen gelehrten Studiengang Soziale Arbeit seit Jahren eine große Expertise im Bereich lebensweltorientierter Hilfen angesiedelt ist. Wörtlich heißt es in der Petition: "Gegenwärtig wird daher an diesen Fachbereichen eine Lehre realisiert, die medizinische, psychologische, soziologische und pädagogische Wissensbestände für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen nutzbar macht."

Weshalb also ausgerechnet ein therapeutischer Studiengang, dessen Praxisanteil von herausragender Bedeutung für die späteren Patient*innen ist, nur an Universitäten gelehrt werden sollte, ist nicht nachzuvollziehen. Vielmehr ist zu befürchten, dass die Reform des Studiengangs als Symbol dafür genutzt wird, FHen und HAWen generell abzuwerten. 

Hier geht es direkt zur Petition, die Stellungnahme des FBTS finden Sie hier.

 

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