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Neue Schirmherrin der "Bundesinitiative Klischeefrei" ist Elke Büdenbender

Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, möchte mit ihrer Schirmherrschaft über die Bundesinitiative „Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl", kurz: Klischeefrei, Jugendliche ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen. Das Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung macht sich für Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees stark.

Die Verwaltungsrichterin selbst hat vor ihrer Karriere als Juristin eine Ausbildung als Industriekauffrau in einem Maschinenbaubetrieb absolviert. Ihr neues Engagement bezeichnet sie als Herzensangelegenheit. Sie sagt, jeder Mensch sei anders begabt und talentiert. Klischees und Rollendenken sollten daher den großen und wichtigen Schritt der Berufswahl nicht beeinflussen.

Aufteilung der Berufe nach Geschlecht und deren Auswirkungen zu beseitigen 

Noch immer ist jedoch der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland geschlechtsspezifisch aufgeteilt. Vorstellungen zur beruflichen Eignung sind eng mit stereotypen Rollenmustern verknüpft. Dadurch beschränken sich Jugendliche in ihrer Entscheidungsfindung auf bestimmte Berufe. Dies kann zu strukturellen, ökonomischen und persönlichen Nachteilen führen.

Die Initiative Klischeefrei will zukünftig bundesweit noch mehr Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung vereinen, die sich aktiv für eine geschlechtsunabhängige Berufs- und Studienorientierung einsetzen. Büdenbender appelliert an alle, die junge Menschen bei der Berufswahl begleiten, sich der Initiative anzuschließen: „Wir müssen vorurteilsfreie Berufsorientierung in die Praxis tragen und junge Menschen unterstützen, ihren Lebens- und Berufsweg selbstbestimmt zu gestalten. Ein Blick von außen kann dabei noch einmal ganz andere Perspektiven eröffnen."

Nationale Kooperationen

Ziel ist, durch Zusammenwirken von allen mit der Berufs- und Studienorientierung befassten Institutionen Geschlechterklischees zu überwinden. Die Bundesinitiative wurde 2014 von den Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen. Mitglieder der Initiative sind inzwischen fünf Bundesministerien, mehrere Landesministerien, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartner, Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft.

Zentrale Anlaufstelle zur Beratung sowie zur Vernetzung ist die Servicestelle beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom BMBF und BMFSFJ. 

Weitere Informationen zur Bundesinitiative Klischeefrei, Praxisbeispiele, Arbeitshilfen unbd Studien auf www.klischee-frei.de


Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20. Oktober 2017

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