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Nationale Armutskonferenz positioniert sich zu Armut und Gesundheit

Mit ihrem Positionspapier Armut und Gesundheit wendet sich die Nationale Armutskonferenz im Vorfeld der Bundestagswahl an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft. Neben den Grundsatzforderungen beleuchtet das Papier die Situation von verschiedenen Gruppen, etwa den Empfängerinnen und Empfängern von Hartz IV und Sozialhilfe, Asylsuchenden, Geflüchteten und wohnungslosen Menschen.

Barbara Eschen, Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg und Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (nak), sagte: „Armut bedeutet mehr als den Verzicht auf Konsumgüter. Armut bedeutet physisches und psychisches Leid, höhere Erkrankungsraten und eine signifikant geringere Lebenserwartung. Ausgaben für ihre Gesundheit stellen Menschen mit geringem Einkommen vor unüberwindbare Finanzierungsprobleme."

Prof. Gerhard Trabert, Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit, Sprecher der Landesarmutskonferenz Rheinland-Pfalz und Mitglied der Arbeitsgruppe Armut und Gesundheit der nak, sagte: „Die NAK zeigt in ihrem Positionspapier zum Thema Armut und Gesundheit strukturelle Versorgungsdefizite sowie Menschenrechtsverletzungen im Kontext der Gesundheitsversorgung bestimmter Personengruppen in Deutschland auf und formuliert konkrete Forderungen um diese zu verhindern und zu beseitigen. Eine adäquate Gesundheitsversorgung für Jedermann ist ein Menschenrecht. Dieses Menschenrecht wird täglich in Deutschland verletzt."

Manfred Klasen, Mitglied der AG Armut und Gesundheit der NAK und Geschäftsführer der Saarländischen Armutskonferenz: „Bei der finanziellen Situation der von Armut Betroffenen kann schon eine einfache Zuzahlung von Medikamenten, insbesondere am Monatsende, schmerzhafte oder krankheitsverlängernde Folgen haben. Viele Betroffene stehen vor der Wahl entweder ihre Medikamente kaufen zu können oder aber Lebensmittel. Die Betroffenen stehen vor der Wahl: Schmerzen oder Hunger!"

Download des Positionspapiers der nak (PDF)


Quelle: Presseinformation der Nationalen Armutskonferenz vom 14. Juli 2017

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