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Milliardenspritze für Krankenhäuser geht an Personal vorbei

18.04.2013 | Gesundheitswesen | Nachrichten

Trotz der von der Bundesregierung angekündigten Milliardenspritze können Patienten und Beschäftigte kaum mit einer Besserung der Lage an den Kliniken rechnen. Darauf weist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hin. „Die Bundesregierung korrigiert lediglich einen gravierenden Rechenfehler, aber bleibt inhaltlich bei ihrer Linie, nur die Hälfte der Tarifsteigerungen zu bezahlen. Damit wird der Druck auf die Kliniken aufrechterhalten, weiter Personal abzubauen, das für eine gute Patientenversorgung dringend benötigt wird“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Mittwoch in Berlin. „Wir fordern, dass nur die Krankenhäuser Geld erhalten, die ihren Beschäftigten auch wirklich höhere Tarife zahlen“, betonte Bühler. Zuvor hatte die Bundesregierung angekündigt, insgesamt 1,1 Milliarden Euro in diesem und im kommenden Jahr an die zum Teil tief in den roten Zahlen steckenden Krankenhäuser weiterzugeben. ver.di wende sich gegen eine Politik mit der Gießkanne, sagte Bühler weiter. Es sei dringend überfällig, die Krankenhäuser verlässlich zu finanzieren, um die Versorgungssicherheit für die Patienten dauerhaft sicherzustellen. Zudem müssten die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden: „Die Krankenhäuser brauchen ausreichend Personal. Das ist nur mit einer gesetzlichen Personalbemessung zu erreichen“, stellte Bühler klar.

Quelle: Pressemitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vom 17.04.2013
www.verdi.de

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