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Mehr Fachkräfte mit Migrationshintergrund in die Frühe Bildung - Aber wie?

Aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung auf Grundlage des Mikrozensus zeigen, dass nur 11,1 Prozent der rund 456.100 Erwerbstätigen in der Frühen Bildung im Jahr 2014 einen Migrationshintergrund hatten. Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) sieht bildungspolitische Akteure in der Pflicht, um den Zugang in das Arbeitsfeld Frühe Bildung zu erleichtern.

Auf dem gesamten Arbeitsmarkt liegt der Migrantenanteil bei 18,3 Prozent. In der Altenpflege beträgt die Quote dadagen sogar 23 Prozent.Laut Informationen der WiFF sind die Gründe für die genannten Unterschiede vor allem beim Qualifikationsniveau zu suchen: Etwa ein Drittel (33 Prozent) aller Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund haben keine abgeschlossene Ausbildung – und damit kaum Chancen, in das fachlich stark regulierte Arbeitsfeld Frühe Bildung einzutreten. Niedriger seien die Qualifikationsanforderungen dagegen in der Altenpflege, wodurch sich der überdurchschnittlich hohe Migrantenanteil dort erklären lässt.

Von den rund 50.000 Migrantinnen und Migranten, die in der Frühen Bildung beschäftigt sind, haben mit rund 22 Prozent auffallend viele ein Studium an einer Hochschule oder Universität absolviert, so  WiFF. Sie verfügetn damit fast viermal häufiger über einen akademischen Abschluss als die Beschäftigten ohne Migrationshintergrund (6 Prozent). Angesichts des absehbaren Fachkräftemangels in der Frühen Bildung fordert Professor Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts, vorhandene Potenziale zu aktivieren: „Ein Weg, um die bevorstehende Herausforderung des Fachkräftemangels zu meistern, liegt darin, junge Menschen mit Migrationshintergrund besser zu qualifizieren. Dadurch wird ihnen der Zugang in das Arbeitsfeld Frühe Bildung ermöglicht. Hier sind die bildungspolitischen Akteure in der Pflicht."


Hintergrund
Seit einigen Jahren bemühen sich die Verantwortlichen in Deutschland verstärkt, den Anteil der Fachkräfte mit Migrationshintergrund in der Frühen Bildung zu erhöhen. Unter anderem erhofft man sich von dieser Maßnahme, bevorstehende Personalengpässe in diesem Arbeitsfeld mindern zu können.


Quelle: Pressemitteilung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) vom 18. Juli 2017

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