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„Mehr wert als ein Danke“

Corona vergrößert die soziale Schieflage, doch eine spürbare Unterstützung von Wohlfahrtsverbänden und ihren Mitarbeiter*innen bleibt weiterhin aus. Mit der Initiative "Mehr wert als ein Danke" haben zahlreiche Verbände nun mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt, die am vergangenen Mittwoch dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags übergeben wurden.

Organisationen aus der Sozialwirtschaft haben mit ihrer Initiative „Mehr wert als ein Danke. Arbeiten für und mit Menschen“ mehr als 53.000 Unterschriften gesammelt und so auf die aus ihrer Sicht unfairen Bedingungen für Arbeitnehmer*innen in der Sozialwirtschaft aufmerksam gemacht. Gerade die Corona-Pandemie habe "schonungslos offengelegt, dass sich die Rahmenbedingungen für Mitarbeitende verbessern müssen", heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Der Vorsitzende des Petitionsausschusses im Bundestag, Marian Wendt, hat die Unterschriften am vergangenen Mittwoch entgegengenommen.

Als Ziele der Initiative wurden bessere Arbeitsbedingungen, gerechtere Löhne sowie ein Mehr an Wertschätzung für das nicht-staatlich organisierte Sozialwesen genannt. Die Initiator*innen bemängeln unter anderem, dass Angestellte des öffentlichen Dienstes über den kürzlich vereinbarten Tarifabschluss eine Corona-Prämie erhalten würden, während Arbeitnehmer*innen aus nicht-staatlichen Verbänden und Organisationen keine vergleichbaren Zusagen erhalten hätten. 

CDU-Politiker Wendt äußerte Verständnis für die Initiative: „Die Petition ist ein Appell an die Politik, sich mit den Anliegen der Praxis auseinanderzusetzen und weitere Weichen für eine zukunftsfeste Sozialpolitik zu stellen.“ Eine schnelle Reaktion der Politik, geschweige denn weiterreichende Beschlüsse sind allerdings kurzfristig nicht zu erwarten.

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Buchcover

Regina-Maria Dackweiler, Alexandra Rau, Reinhild Schäfer (Hrsg.): Frauen und Armut - feministische Perspektiven. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 474 Seiten. ISBN 978-3-8474-2203-7.
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