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Mehr Gerechtigkeit in der Pflege

04.07.2013 | Altenhilfe | Nachrichten

„Es ist dringend erforderlich, dass die vielen demenzkranken Menschen angemessene Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten“, begrüßt Caritas-Generalsekretär Georg Cremer den Bericht des Expertenbeirats, der am 27.06.2013 in Berlin vorgestelltwurde .  So sollen nach dem Vorschlag der Experten die aktuell geltenden drei Pflegestufen abgelöst werden. Zukünftig sollen fünf Pflegegrade gelten, die auch den Betreuungsbedarf von dementiell erkrankten und psychisch kranken Menschen umfassen. „Dies führt zu mehr Gerechtigkeit in der Pflege und hilft den vielen Angehörigen, die nach wie vor die überwiegende Zahl pflegebedürftiger Menschen zu Hause versorgen“, macht Cremer deutlich. Besonders wichtig sei, den Vorschlag umzusetzen, die bisherige kleinteilige Zeitmessung in der Pflege ersatzlos zu streichen. „Pflege, die dem Menschen gerecht wird, kann nicht im Minutentakt erfolgen“, so Cremer. Das neue Verfahren biete zudem bessere Ansätze für Prävention und Rehabilitation. „Der Expertenbeirat hat sich die Arbeit nicht leicht gemacht. Und nicht immer war die Arbeit leicht für den Beirat. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen und hilft, dass pflegebedürftige Menschen auch zukünftig auf einer guten Grundlage versorgt und begleitet werden können“, so Cremer.  Jetzt sei allerdings die Politik gefordert. „Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff muss in der kommenden Legislaturperiode umgehend vom Gesetzgeber umgesetzt werden. Dabei kommt es wesentlich darauf an, die Leistungen der Pflegeversicherung übersichtlicher zu gestalten. Nur so können pflegende Angehörige ihre Möglichkeiten zur Entlastung wirksamer ausschöpfen“, macht Cremer deutlich.   

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V. vom 27.06.2013

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