Internationales Forschungsprojekt: Bildung für nachhaltige Entwicklung fassbarer machen

Zum Oktober 2018 startet an der Universität Vechta ein neues Forschungsvorhaben. "A Rounder Sense of Purpose: educator competences for Education for Sustainable Development (ESD)" (RSP) ist einProf. Dr. Marco Rieckmann_Foto_Universität_Vechta_Daubenspeck), das der Erziehungswissenschaftler und Hochschuldidaktiker Prof. Dr. Marco Rieckmann gemeinsam mit Partnern aus sieben Ländern durchführt. 

Das Projekt hat zum Ziel, die von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) festgelegten 39 Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu bündeln und zu konkretisieren und damit für die praktische Arbeit von Fachkräften in der Jugendarbeit, Schulen und Hochschulen fassbarer zu machen. Angestrebt wird damit die Verankerung in nationalen Lehrplänen zur Ausbildung von pädagogischen Fachkräften sowie Lehrerinnen und Lehrern.

In einer ersten Förderphase hatte RSP die Kompetenzen für BNE auf zwölf komprimiert. Dazu zählt u.a. die Kompetenz, bei den Lernenden ein Verständnis der Welt als zusammenhängendes Ganzes zu entwickeln und sie zu befähigen, Verbindungen zwischen sozialen und natürlichen Welten zu suchen und die Konsequenzen ihres Handelns zu berücksichtigen. Didaktische Konzepte wurden dazu konzipiert, methodisch unterfüttert und in Weiterbildungen an Lehrkräfte im Rahmen von Lehrerbildung und Lehrerfortbildung vermittelt. In der zweiten Projektphase geht es nun unter dem Namen RSP II darum, die entwickelten Konzepte zum einen in weiteren Ländern zu erproben, die in der ersten Projektphase noch nicht dabei waren, und zum anderen in nationalen Netzwerken, z.B. in den Bereichen Jugendarbeit oder Lehrerbildung, zu verankern. An der Universität Vechta sollen die BNE-Kompetenzen u.a. in die Fortbildung von Lehrenden integriert werden.

RSP II wird bis 2020 von der EU im Rahmen von ERASMUS+ mit rund 380.000 Euro gefördert. Es wird koordiniert von der University of Gloucestershire (UK).


Quelle: Presseinformation der Universität Vechta vom 31. Juli 2018