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"Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung" - Neuer Masterstudiengang startet in Koblenz

Wie hängen soziale, demographische und stadtplanerische Aspekte miteinander zusammen? Wie sollten die Dörfer und Städte der Zukunft aussehen? Diese und weitere Fragen können Studierende ab kommendem Jahr in einem interdisziplinären Master an der Hochschule Koblenz vertiefen.

Im Sommersemester 2021 startet am RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz erstmals der neue interdisziplinäre Masterstudiengang „Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung M.Sc.“. Dieser beschäftigt sich mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen und demographischen Wandels auf lokaler und regionaler Ebene. Als Kooperation der beiden Fachbereiche bauen-kunst-werkstoffe und Sozialwissenschaften werden in der Lehre infrastrukturelle, baulich-planerische und soziale Aspekte miteinander verknüpft. Mit dieser Zusammensetzung ist der neue Masterstudiengang deutschlandweit einzigartig.

Vielerorts stehen Orte in ländlichen Räumen vor großen Herausforderungen: Bauliche Entwicklungen und eine zukunftssichere Infrastruktur müssen ebenso berücksichtigt werden wie ökologische Aspekte, soziale Daseinsvorsorge und gesellschaftlicher Zusammenhalt. „Eine interdisziplinäre Qualifizierung ist deshalb enorm wichtig, um die Orts- und Sozialraumentwicklung zukunftsfähig gestalten zu können“, folgert Prof. Peter Thomé, Mitbegründer und Leiter des neuen Masterstudiengangs. Als Architekt mit langjähriger Berufserfahrung und Professor für das Lehrgebiet „Strategien ländlicher Raum“ ist ihm wie auch seinen Kolleginnen und Kollegen die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Entwicklung ländlicher Orte ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit Prof. Ulrike Kirchner (Landschaftsarchitektin), Prof. Dr. Steffen Kröhnert (Diplom-Sozialwissenschaftler), Heike Mayer (Diplom-Pädagogin) und Julia Trapp (Diplom-Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung) entwickelte er den neuen Studiengang „Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung“.

Das Studium verknüpft vielfältige Perspektiven auf ländliche Entwicklungsprozesse: Zentrale Inhalte stammen aus Architektur und Städtebau (Siedlungsentwicklung und Entwurfsstrategien, baukulturelle Aspekte), aus den Sozialwissenschaften (Partizipation, Daseinsvorsorge und nachhaltige Entwicklung im Sozialraum) sowie aus dem Bauingenieurwesen (Raum-, Umwelt- und Infrastrukturplanung). Entsprechend breit ist auch die Palette an möglichen Einsatzgebieten für Absolvent*innen. Ihre Kompetenzen können beispielsweise in Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros, in Organisationen der Sozialwirtschaft, in Wohlfahrtsverbänden, Behörden sowie im Bau- und Wohnungswesen eingebracht werden.

Das zulassungsfreie Masterstudium richtet sich an Personen mit einem grundständigen Erststudium in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Sozialwissenschaften, Soziale Arbeit, Verwaltungswissenschaften, Stadt-, Regional- oder Landschaftsplanung sowie in vergleichbaren Studiengängen. Die Regelstudienzeit beträgt drei oder vier Semester, abhängig vom jeweiligen Vorstudium.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten der Hochschule Koblenz.


Quelle: Pressemitteilung der Hochschule Koblenz vom 10.9.2020

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Buchcover

Regina-Maria Dackweiler, Alexandra Rau, Reinhild Schäfer (Hrsg.): Frauen und Armut - feministische Perspektiven. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 474 Seiten. ISBN 978-3-8474-2203-7.
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