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In der Lehrambulanz trainieren Studierende mit Schauspielern Konfliktsituationen

15.05.2018 | Studium | Nachrichten

 In einem Krankenhaus tragen Abteilungsleiter schwerwiegende Konflikte aus. Allein können sie diese nicht mehr lösen, sie nehmen professionelle Hilfe an. Auf den Mediatoren ruhen nun alle Hoffnungen – dies ist eine der simulierten Situationen, denen sich die Studierenden im Masterstudiengang Beratung, Mediation, Coaching an der FH Münster bei einem Workshop stellen konnten.

Solche Situationen zu trainieren und zu reflektieren, um sich fit für die berufliche Praxis zu machen – das war eines der Ziele dieses eintägigen Workshops, den Prof. Dr. Dirk Waschull vom Fachbereich Sozialwesen begleitet hat. Gemeinsam mit dem Hochschullehrer für Mediation und Coaching in der Sozialen Arbeit haben die Studierenden die einzelnen Prozessschritte reflektiert und, wenn der erste Versuch nicht gelungen war, die Gespräche erneut durchgespielt.

„Für die Studierenden war es lehrreich, sich mit den Facetten von Klienten im psychosozialen Bereich auseinanderzusetzen: Sich traurigen, wütenden, zweifelnden, viel redenden oder eher schweigenden Klienten zu stellen – das erwartet die Absolventen in der beruflichen Praxis", sagt Laura Best, die mit Waschull das vom Wandelwerk, Zentrum für Qualitätsentwicklung der FH Münster, unterstützte Projekt leitet.

Videoaufzeichnungen aus Mediationsworkshop für Selbstlernzeit und fachbereichsübergreifende Anwendung

„Gemeinsam mit dem Wandelwerk verfolgen wir noch ein weiteres Ziel", erklärt Best. „Wir haben die Übungen professionell aufgezeichnet und können nun die Lehrvideos fachbereichsübergreifend einsetzen." Denn mit problematischen Situationen könnten auch die Absolventen aller Studiengänge später in ihrem Berufsleben konfrontiert sein. „Wir erstellen bedarfsorientiert und fachbereichsübergreifend Lehrvideos, beispielsweise mit Kurzsequenzen, anhand derer Studierende herausfordernde Situationen reflektieren und trainieren können." So eine Situation könne etwa die Rolle als Ausbilder oder Vorgesetzter sein, die Studierende nach ihrem Abschluss ausfüllen. Dafür Schauspieler zu engagieren, sei sinnvoll, da solche Situationen nur begrenzt im Rollenspiel mit Kommilitonen trainierbar seien und die Studierenden in der Selbstlernzeit das Filmmaterial nutzen können. Nun gilt es, das gefilmte Material für den Einsatz in der Lehre aufzubereiten, die Arbeit mit den Videos in der Lehre zu beobachten und mit Lehrenden sowie Studierenden zu evaluieren.

Das Projekt Digitale Lehrambulanz läuft bis August 2019. Waschull und Best hoffen jetzt, dass Lehrende der Hochschule, die Interesse an Lehrvideos aus den Bereichen Beratung, Mediation und Coaching im weiteren Sinne haben, von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Wünsche für konkrete Themen in den Videos zu äußern. 


Quelle: Presseinformation der FH Münster vom 11. Mai 2018

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