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GEW: „Gelungener Warnstreikauftakt: 5.000 Lehrkräfte und Erzieherinnen in Berlin auf der Straße“

Bildungsgewerkschaft zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder: 6,5 Prozent mehr Gehalt und Tarifvertrag für Lehrkräfte

Berlin / Frankfurt a.M. – Gelungener Warnstreikauftakt der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin: 5.000 Lehrkräfte und Erzieherinnen an über 200 Schulen legten am Montag die Arbeit nieder. Sie setzten sich für eine Erhöhung der Gehälter im öffentlichen Dienst der Länder um 6,5 Prozent und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrerinnen und Lehrer ein. Die Warnstreikteilnehmer machten ihrem Unmut darüber Luft, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde, die am Donnerstagabend vergangener Woche in Potsdam ohne Ergebnis zu Ende gegangen war, kein Angebot vorgelegt hatten. „In den Schulen wird erst wieder Ruhe einkehren, wenn wir mit den Arbeitgebern einen Einstieg in einen Tarifvertrag für die Eingruppierung der Lehrkräfte vereinbart haben. Seit 2006 stehen die Arbeitgeber im Wort. Daran werden wir sie bis zur dritten Verhandlungsrunde nachdrücklich erinnern“, betonte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad während der zentralen Kundgebung in Berlin. „Der Chef-Verhandler der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), will weiter ‚in sachlicher Atmosphäre‘ verhandeln – aber von Atmosphäre allein wird keiner satt! Da muss schon ein bisschen mehr rüberkommen. Ohne Angebot kein Kompromiss. Wir werden die Atmosphäre ein bisschen aufheizen! Die große Zahl der Streikenden zeigt, dass wir die Kraft dazu haben. Die Streikrunde in der Hauptstadt ist nur der Anfang“, betonte Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW Berlin. Die Bildungsgewerkschaft hatte in der zweiten Verhandlungsrunde ein Papier vorgelegt, in dem sie einen Lösungsvorschlag für eine Tarifierung der Eingruppierung der Lehrkräfte erarbeitet hat. Bisher bestimmen die Arbeitgeber einseitig über die Eingruppierung der 200.000 angestellten Lehrkräfte – ohne Verhandlungen mit den Gewerkschaften. „Diesen vordemokratischen Zustand wollen wir endlich beenden“, unterstrich Schaad. Info: Weitere Warnstreiks der Lehrkräfte gibt es am 19. Februar in Niedersachen sowie am 20. Februar in Bremen/Bremerhaven, Saarland und Sachsen-Anhalt. Für den 21. Februar sind noch einmal Aktionen in Sachen-Anhalt geplant.
Die dritte und letzte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder findet am 7./8. März in Potsdam statt.

Quelle: Pressemitteilung der GEW vom 18.02.2013
www.gew.de

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