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Führungskräfte: Ausweitung des Behindertengleichstellungsrechts auf Privatwirtschaft

10.12.2017 | Behindertenhilfe | Nachrichten

Nahezu alle in der Studie "Inklusion in Unternehmen" befragten Führungskräfte (95 Prozent) befürworten eine Ausweitung des Behindertengleichstellungsrechts auf die Privatwirtschaft: Für die Umfrage hat der in Dänemark gegründete und international agierende Medizinprodukte-Hersteller Coloplast GmbH mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung als wissenschaftlichen Partner zusammengearbeitet. Online befragte das Marktforschungsinstitut mo'web dazu 527 Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern.

Die Befragten waren Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung sowie Leiter von Fachabteilungen und stammen aus Unternehmen aller
Branchen. Sie sehen eine wesentliche Barriere für eine erfolgreiche Inklusion am Arbeitsplatz sehen Führungskräfte aus deutschenUnternehmen in den finanziellen Belastungen, die behinderte Mitarbeiter tragen müssen. 88 Prozent der befragten Führungskräfte fordern daher, den betroffenen Mitarbeitern die Kosten, die mit der Integration ins Arbeitsleben verbunden sind, vollständig zu erstatten. Explizit nennen vier von fünf der Befragten, dass die behinderten, chronisch kranken oder dauerhaft gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeiter eine Wahlfreiheit bei ihren Hilfsmitteln haben sollten. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter

Neben den finanziellen Hürden sei der barrierefreie Zugang zum Arbeitsplatz eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusion in Unternehmen. Daher befürworten 95 Prozent der befragten Führungskräfte die Ausweitung des Behindertengleichstellungsrechts auch auf die Privatwirtschaft. Aktuell gilt das Gesetz nur für öffentliche Einrichtungen, um behinderten Menschen den Zugang und damit die Teilnahme durch Barrierefreiheit zu erleichtern. 43 Prozent der Befragten stehen ohne Einschränkungen dazu; etwa die Hälfte fordert, dass die Umbaukosten in Unternehmen zumindest bezuschusst (41 Prozent) oder im Ganzen von der öffentlichen Hand übernommen (11 Prozent) werden. 

Aufklärung und Information gegen Vorurteile

Mehr als ein Drittel der Führungskräfte berichtet, dass Kolleginnen und Kollegen gegenüber behinderten Mitarbeitern mit Vorurteilen behaftet sind.
Besonders schwierig ist die Situation für Menschen mit chronischen Erkrankungen, die sehr persönlich sind und tabuisiert werden, wie zum
Beispiel Inkontinenz. Umfassende Informationsangebote zum Umgang mit den Krankheiten könnten Betroffene sowie Kollegen im gemeinsamen
Arbeitsalltag unterstützen, sagen die Umfrageteilnehmer.

Weitere Informationen und eine Infografik mit Detailergebnissen finden Sie unter www.coloplast.de/inklusionunternehmen


Quelle: Presseinformation der Coloplast GmbH vom 8. Dezember 2017

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