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FFP2-Masken: Wie sollen arme Menschen sie bezahlen?

Im Zuge der aktuellen Diskussionen über die Auswirkungen der neuen Mutation des Coronavirus werden immer wieder die Vorzüge von FFP2-Masken angepriesen. Caritas-Präsident Neher weist darauf hin, dass auch arme Menschen in die Lage versetzt werden müssen, sich die hochwertigeren Masken leisten zu können.

Der Präsident des Deutschen Caritasverbands, Peter Neher, beklagt, dass die Bundesregierung arme Menschen nicht ausreichend bei der Beschaffung von FFP2-Masken unterstützt. FFP2-Masken seien deutlich wirksamer gegen Ansteckungen und sollten somit vor allem von als besonders gefährdet geltenden Menschen getragen werden. Hierunter zählen auch viele Menschen, die von Sozialleistungen leben und oftmals nicht die finanziellen Mittel haben, sich FFP2-Masken in ausreichender Menge zu besorgen. Für viele arme Menschen, etwa Wohnungslose oder Asylbewerber*innen, sei die Zuzahlung von nur 2 EUR pro Maske zuviel. 

Neher ist entsprechend verärgert: "Die Diskussion um die Masken zeigt, dass die Hartz IV-Regelsätze so knapp kalkuliert sind, dass notwendige, unvorhersehbare Ausgaben unmöglich zu schultern sind. Das kann nicht sein, wenn zum Beispiel die eigene Gesundheit auf dem Spiel steht."

Hinzukomme, dass arme Menschen im Alltag oft deutlich höheren Risiken ausgesetzt seien. So verweist Neher darauf, dass sie viel häufiger auf Angebote des ÖPNV angewiesen seien. Auch eine selbstgewählte Isolation in den 'eigenen vier Wänden' ist für viele schlicht nicht möglich.

 

 

 

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Rudolf von Bracken: Kinderrechte. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2021. 173 Seiten. ISBN 978-3-17-037950-3.
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