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Es braucht Raum, um zu Wort zu kommen

Familienministerin Giffey hat am vergangenen Freitag die diesjährigen Kinderschutztage eröffnet. Sie unterstützt die Forderung des Deutschen Kinderschutzbundes, Kinder und Jugendlichen mehr echte Beteiligung zu ermöglichen. Auch die Fridays for Future wurden thematisiert.

Zum Auftakt der Veranstaltung forderte DKSB-Präsident Heinz Hilgers, Kinder und Jugendliche stärker in gesellschaftliche Prozesse einzubinden und sie an allen sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen: „Dass Woche für Woche zehntausende Schüler*innen für eine bessere Zukunft auf die Straße gehen, macht uns Mut. Junge Menschen müssen sich einbringen, ihre Anliegen müssen gehört werden, und das nicht nur freitags und nicht nur beim Klimaschutz!“ Der Kinderschutzbund hat für seine Verbandsarbeit in diesem Jahr das Motto „Wir machen Zukunft - Kinder und Jugendliche mischen mit“ ausgegeben. Mit vielfältigen Aktionen und Aktivitäten sollen die Beteiligungsrechte von Kindern bekannt gemacht und gestärkt werden.

„Zu oft entscheiden wir Erwachsene über ihre Köpfe hinweg"

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte: „Kinder und Jugendliche wollen mitreden, wenn es um ihre Interessen und um ihre Zukunft geht. Zu oft entscheiden wir Erwachsene über ihre Köpfe hinweg anstatt mit ihnen zusammen. Dabei wissen Kinder und Jugendliche meist selbst am besten, was gut für sie ist. Wir müssen ihnen nur den Raum geben, zu Wort zu kommen. Die Bundesregierung will in dieser Legislaturperiode zudem die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben – die Zeit ist reif dafür. Bis spätestens Ende des Jahres soll ein Vorschlag vorliegen, mit dem wir in das Gesetzgebungsverfahren einsteigen können." Ziel des Vorhabens sei die Berücksichtigung der Kinderinteressen auf allen Ebenen des politischen Geschehens.

Vincent Bartolain von Fridays for Future sagte: "Politische Mitbestimmung von jungen Menschen ist in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen. Seit einem halben Jahr gehen freitags in Deutschland tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße und streiken für konsequenten Klimaschutz. Gerade in der Klimapolitik haben junge Menschen oft kein Mitbestimmungsrecht, deshalb machen wir auf den Straßen in Deutschland, Europa und weltweit Druck. Dieser Protest muss jetzt in politische Entscheidungsfindungen einbezogen werden, denn es sind die Zukunftsentscheidungen für meine und die folgenden Generationen."

Die Kinderschutztage finden jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Delegierte aus den über 400 Orts- und 16 Landesverbänden sowie der Bundesvorstand des DKSB beschließen hier gemeinsam die fachpolitischen Programmatiken und Forderungen des Verbandes sowie die Standards für die praktische Arbeit vor Ort. Im Rahmen der bundesweiten Mitgliederversammlung steht in diesem Jahr auch die Wahl des Bundesvorstands an, der ehrenamtlich für den Kinderschutzbund tätig ist


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 13.05.2019

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