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Engagiert gegen Ausgrenzung

BeB wählt neuen Vorstand und verabschiedet „Bad Kreuznacher Erklärung“

Auf seiner turnusgemäßen Mitgliederversammlung hat der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e. V. (BeB) einen neuen Vorstand gewählt und die „Bad Kreuznacher Erklärung“ verabschiedet. Vom 22. bis zum 23. September 2014 trafen sich 150 Führungskräfte von diakonischen Diensten und Einrichtungen aus ganz Deutschland in der Stiftung kreuznacher diakonie, um aktuelle sozialpolitische Themen zu diskutieren. Für vier Jahre in das Amt des BeB-Vorsitzenden gewählt wurde Uwe Mletzko, Vorstandssprecher des Vereins für Innere Mission in Bremen. Am ersten Tag standen Verbandsregularien wie Vorstands- und Kassenbericht sowie die Wahl eines neuen Vorsitzenden und eines neuen Vorstandes auf der Agenda. Der neue BeB-Vorsitzende Uwe Mletzko ist seit 2010 Mitglied im Vorstand des BeB. Vor seiner Tätigkeit in Bremen war der 48jährige Theologe und Diakoniewissenschaftler von 2005 bis 2008 als Geschäftsführer der Fliedner Werkstätten in der Theodor Fliedner Stiftung Mülheim/ Ruhr sowie von 2000 bis 2005 als persönlicher Referent des Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD tätig. Mletzko löst als BeB-Vorsitzender Michael Conty ab, der das Amt seit 2007 inne hatte und für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Der zweite Tag war geprägt von der inhaltlichen Arbeit des Verbandes unter dem Motto „Von Umwegen, dicken Brettern und jungen Ideen – engagiert gegen Ausgrenzung“. Durch drei Vorträge wurde die Diskussion um das fachlich-politische Thema „Inklusion“ vertieft. Am Ende verabschiedeten die 150 Delegierten aus Diensten und Einrichtungen der evangelischen Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie die „Bad Kreuznacher Erklärung“. Darin formuliert der BeB seine Erwartungen an das zukünftige Bundesteilhabegesetz. Der BeB geht davon aus, dass dieses Vorhaben noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt wird und dabei die Vorgaben der UN-BRK in das deutsche Leistungsrecht überführt werden. Ziel muss die volle und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderung sein. Inklusion ist nach Überzeugung des BeB eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ein gelungenes Bundesteilhabegesetz ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die „Bad Kreuznacher Erklärung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe zur Verwirklichung eines Bundesteilhabegesetzes“ ist unter http://www.beb-ev.de/stellungnahmen/ zu finden. Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) ist ein Fachverband im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. Seine rund 600 Mitgliedseinrichtungen halten Angebote für mehr als 100.000 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung aller Altersstufen bereit. Damit deckt der BeB wesentliche Teile der Angebote der Behindertenhilfe sowie der Sozialpsychiatrie in Deutschland ab. Als Zusammenschluss von evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen fördert, unterstützt und begleitet der BeB Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörige und wird selbst durch zwei Beiräte aus diesen Interessengruppen kritisch begleitet.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) vom 23.09.2014

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Regina-Maria Dackweiler, Alexandra Rau, Reinhild Schäfer (Hrsg.): Frauen und Armut - feministische Perspektiven. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 474 Seiten. ISBN 978-3-8474-2203-7.
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