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Ein Berg Geld für nix – ändert sich jetzt die deutsche Familienpolitik?

Die ersten Ergebnisse der neu in Auftrag gegebenen Studie des Familienministeriums bestätigen die Handlungsempfehlungen des 1. Gleichstellungsberichts der Bundesregierung. An den Ergebnissen der Berater werden diese und kommende Regierungen nicht mehr vorbei kommen! Die negative Bilanz der Familienleistungen führt hoffentlich endlich zum Paradigmenwechsel, den der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) seit mehr als 20 Jahren u. a. fordert:
  • mehr Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung von 0 bis 14 Jahren,
  • Einführung der Kindergrundsicherung anstelle der aktuellen Kindergeldleistungen,
  • Abschaffung des Ehegattensplittings durch Einführung der Individualbesteuerung und
  • keine Einführung des Betreuungsgeldes.
„Wären die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegeben", so resümiert Cornelia Spachtholz, Bundesvorsitzende des VBM, „dann könnte die Geburtenrate bei den von Frauen gewünschten 1,7 Kindern liegen anstatt der tatsächlich geborenen 1,4 Kinder." Selbst wenn sich der familiengründungswillige Partner finden lässt, möchten Familien und insbesondere Frauen nicht mehr rechnen müssen, welche finanziellen und Karriere-Einbußen sie heute noch wegen Kindern eingehen. Anstelle der teuren direkten und indirekten Familienleistungen sind  Investitionen in Betreuung und Bildung gefordert. „Es kann und darf nicht sein, dass Kinder auf Grund ideologischer Anreizsysteme ihrer Chancen beraubt und von Armut gefährdet sind", empört sich Cornelia Spachtholz. „200 Mrd. Euro sind ausreichendes Kapital, unsere Gesellschaft nachhaltiger, zukunftsfähiger, familienfreundlicher und gerechter zu gestalten, ohne Bildung gegen Betreuung auszuspielen."

Artikel, Argumentationshilfen und Stellungnahmen des VBM zum Thema:


Quelle: Pressemitteilung des Verbandes berufstätiger Mütter e. V. (VBM) vom 06.02.2013

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