DRK startet Kampagne für vergessene Katastrophen

Zwischen 2002 und 2011 waren durchschnittlich 268 Millionen Menschen jährlich von Naturkatastrophen betroffen. Diese Katastrophen und deren Opfer bleiben bei uns weitestgehend unbemerkt. Millionen verlieren jedes Jahr ihr Zuhause, ihre Ernte oder ihr Leben, ohne dass die Welt davon Notiz nimmt. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Union starten heute elf europäische Rotkreuzgesellschaften eine Kampagne, um auf „Stille Katastrophen“ aufmerksam zu machen. „Viele Menschen leiden an Katastrophen, die bei uns nicht zur Kenntnis genommen werden,“ sagt DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil. „Das Rote Kreuz will und muss hier helfen und braucht dafür die Öffentlichkeit, um private Spender ebenso wie staatliche und überstaatliche Geldgeber zu motivieren.“ Es ist beispielsweise bekannt, dass der Wirbelsturm Sandy im November große Schäden in den USA anrichtete und dort über 131 Menschen das Leben kostete. Weitestgehend unbekannt ist es, dass einen Monat später über 1.000 Menschen starben als der Wirbelsturm „Pablo“ über die Philippinen fegte. Unfassbare sechs Millionen Menschen haben unter den Folgen des Wirbelsturms auf den Philippinen gelitten. Ab Donnerstag, den 21. Februar, wird über einen Zeitraum von vier Wochen ein Kino-Werbespot auf das Problem der „Stillen Katastrophen“ aufmerksam machen. Das DRK hat dazu eine Sonderwebseite mit Bildern, Filmen und Berichten eingerichtet, wo Menschen, die in vergessenen oder unbeachteten Katastrophenregionen leben, eine Stimme bekommen:  www.drk.de/stillekatastrophen

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Roten Kreuzes e.V. vom 18.02.2013
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