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Bildungspaket durch Investitionen in Kinder- und Jugendhilfe ersetzen

„Das Bildungspaket kommt bei zu vielen armen Kindern nicht an“, stellt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Bundesministerin Ursula von der Leyen zur Mittelverwendung und Inanspruchnahme des Bildungs- und Teilhabepakets für 2012 fest. „Schuld daran ist der unverhältnismäßig hohe bürokratische Aufwand“, zeigt sich Stadler überzeugt und ergänzt: „Die AWO fordert, das Bildungspaket durch Investitionen in die Kinder- und Jugendhilfe zu ersetzen. Nur dann kommt die Unterstützung tatsächlich bei denen an, die sie am nötigsten brauchen.“ Als erste Sofortmaßnahme fordert Stadler, die 2012 nicht verwendeten Mittel in Schulsozialarbeiterstellen zu investieren. Die Finanzierung dieser erfolgreichen Maßnahme des Bildungspaketes würde sonst zum Jahresende auslaufen. Insbesondere in Bundesländern mit vielen anspruchsberechtigen Kindern und Jugendlichen gelinge es nicht, die Leistungen an die Berechtigten zu bringen. „Leider sind häufig diejenigen, die unsere Unterstützung am nötigsten haben, am schwierigsten zu erreichen. Benachteiligte Kinder und Jugendliche erreicht man am besten in Beratungs- und Begegnungsstellen sowie in Kitas und Schulen. Hier muss das Geld investiert werden“, zeigt sich der AWO Bundesvorsitzende überzeugt. Ziel müsse ein qualitativ und quantitativ umfassendes Angebot an Bildung, Betreuung und Erziehung für alle Kinder und Jugendlichen sein. „Ein weiter so kann und darf es nicht geben. Das Bildungs- und Teilhabepaket ist gescheitert“, betont Stadler abschließend.

Quelle: Pressemeldung des AWO Bundesverbandes e.V. vom 26.04.2013
www.awo.org

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