Freiheit statt Gefängnis: Diakonie Sachsen startet Spendensammlung für Straffälligenhilfe
Die Diakonie Sachsen ruft vom 13. bis 22. November 2025 zu ihrer landesweiten Spendensammlung zugunsten der diakonischen Straffälligenhilfe auf. Im Mittelpunkt stehen Jugendliche und Erwachsene, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
„Manchmal reicht eine falsche Entscheidung und das Leben eines jungen Menschen gerät aus der Bahn“, sagt Kathleen Jevlasch, Referentin für Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Sachsen. „Mit der Jugendgerichtshilfe und unseren Beratungsstellen unterstützen wir Jugendliche dabei, Verantwortung zu übernehmen und neue Perspektiven zu entwickeln, bevor sie weiter in die Kriminalität abrutschen.“
Die diakonische Straffälligenhilfe begleitet Menschen nach einer Verurteilung, während und nach der Haft. Sie bietet sozialpädagogische Beratung, Hilfe bei Wohnungssuche sowie bei der beruflichen Wiedereingliederung. Auch Angehörige erhalten Unterstützung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf ambulanten Maßnahmen und der Ableistung gemeinnütziger Arbeit als konstruktiver Weg, Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Teilhabe wiederzuerlangen. Unter bestimmten Voraussetzungen können so Alternativen zur Haft aufgezeigt werden.
„Jeder Mensch verdient die Chance auf einen Neuanfang – unabhängig von seinen Fehlern in der Vergangenheit“, betont Rotraud Kießling, Referentin für Straffälligenhilfe der Diakonie Sachsen. „Unsere Arbeit zeigt täglich: Veränderung ist möglich, wenn Menschen Begleitung, Verständnis und Vertrauen erfahren.“
Wichtiges Rückgrat der diakonischen Straffälligenhilfe sind auch ehrenamtlich Engagierte, die Besuchsdienste in Haftanstalten übernehmen, Ausgänge begleiten und über Briefkontakt die Verbindung zur Außenwelt aufrechterhalten. „Resozialisierung gelingt nur gemeinsam“, unterstreicht Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen. „Wer Menschen nach einer Haftstrafe eine neue Perspektive eröffnet, stärkt nicht nur den Einzelnen, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das ist gelebte Nächstenliebe.“
Mit der Spendensammlung macht die Diakonie Sachsen auf die Situation straffällig gewordener Menschen aufmerksam und wirbt um Solidarität mit Menschen, die oft auf Ablehnung in der Gesellschaft stoßen. Die gesammelten Spenden kommen unmittelbar diakonischen Einrichtungen und Projekten der Straffälligen- und Jugendgerichtshilfe in Sachsen zugute. Sie tragen dazu bei, Brücken in ein selbstbestimmtes Leben zu bauen.
Quelle: Pressemitteilung der Diakonie Sachsen vom 11.11.2025




