Schnurers Beiträge

Und bist du nicht willig, dann brauch’ ich Gewalt?

16.02.2016 | von Dr. Jos Schnurer
Gewalt ist ein janusköpfiges Phänomen im menschlichen Zusammenleben, sowohl in lokalen, regionalen und nationalen gesellschaftlichen, als auch in internationalen und globalen Zusammenhängen. Während in der aristotelischen Definition das Gewaltsame als widernatürlich betrachtet wird, ordnet der britische Staatsphilosoph Thomas Hobbes den Menschen als  homo homini lupus seine Gewaltnatur zu. Im gesellschaftlichen… weiterlesen

Wie wird man zum Rechtsradikalen?

24.11.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Wenn aus dem Gesicht des so genannten „Wutbürgers“ (was für ein verharmlosender Begriff für menschliche Entgleisung!) bei der Pegida-Demonstration der Hass heraus schreit, fragt sich der Bürger, wie eine solche Haltung entstehen kann. Mit der These, dass niemand als radikal, also egoistisch, ethnozentristisch oder rassistisch geboren, sondern entweder sich selbst zu einem Rechtsradikalen macht, oder… weiterlesen

Die europäische Idee ist in Gefahr

24.11.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Im Entwurf der 2003 vom Europäischen Konvent vorgelegten und von den europäischen Staaten bis heute nicht etablierten VERFASSUNG FÜR EUROPA [1], heißt es in der Präambel u.a.: „... der Kontinent Europa (ist) ein Träger der Zivilisation ... seine Bewohner (haben) ihn seit den Anfängen der Menschheit in immer neuen Schüben besiedelt ...im Laufe der Jahrhunderte die Werte entwickelt ( ), die den Humanismus… weiterlesen

Glaubensstifter sind Menschen, nicht Götter

23.10.2015 | von Dr. Jos Schnurer
„Und Gott sprach...“; die vielfach wiederholte Formel, wie sie in der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments im Ersten Buch Mose zum Ausdruck kommt und sich in der drängenden Frage Abrahams verdichtet: „Herr, mein Gott, was willst du mir geben?“, verweist darauf, dass Mensch nicht Gott sein kann, es also zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen einen Unterschied gibt. Auch im Koran, dem islamischen,… weiterlesen

„Schauen Sie nicht zu, sondern hin“

23.10.2015 | von Dr. Jos Schnurer
[1] Wir leben im Jahrhundert der Flüchtlinge; diese Kennzeichnung des Zustandes in unserer (Einen?) Welt dient Schriftstellern, Kommentatoren und Politikern als Beschreibung darüber, dass Millionen von Menschen aus politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Gründen unterwegs sind, um vom heimatlichen, nicht mehr lebenswerten und existenzgefährdeten Ort wegzuziehen, hin zu einem, der bessere und… weiterlesen

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

23.10.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Menschliches Denken und Tun, vor allem wenn es intellektuell, also mit Bewusstsein und Verstand geschieht, ist verbunden mit Sinneseindrücken, denen der anthrôpos in all seinen Denken und Tun ausgesetzt ist. Das Nachdenken über das menschliche Sein gehört somit zu den Alltäglichkeiten wie Besonderheiten im menschlichen Leben [1]. Es lohnt somit, über Begrifflichkeiten zu reflektieren, die wir im allgemeinen… weiterlesen

Wer hasst, verliert die eigene Orientierung - Eine didaktische Herausforderung

09.10.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Warum gibt es soviel Hass in der Welt? Im Individuellen wie im Gesellschaftlichen? Im Lokalen wie im Globalen? Das Hässliche als das Böse und als Gegenteil des Guten, wird in der anthropologischen, abendländischen Philosophie immer mit der Abwesenheit des Göttlichen und der Erdhaftigkeit des Menschlichen bezeichnet. Der griechische Philosoph Platon hat im aischrón, dem Hässlichen, das Minderwertige… weiterlesen

Individuum und Gesellschaft

23.09.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Nach der anthropologischen, abendländischen Betrachtung ist der anthrôpos, der Mensch, ein durch seine Individualität und Einzigartigkeit gekennzeichnete Existenz gleichzeitig ein Gemeinschaftswesen[1]: Sein Streben nach einem guten, gelingenden Leben wird ihm kraft seiner Vernunftbegabung und seiner Fähigkeit ermöglicht, Allgemeinurteile zu bilden, zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können. Als… weiterlesen

Vielfalt nicht Einfalt -Reden hinter der Hand

25.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Warum wir im Bildungs- und Erziehungsprozess bewusst machen sollten, dass „Lästern“ kein harmloses Geplänkel ist, sondern Böses bewirken kann weiterlesen

Angst isst Seele auf [1]

25.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Anregungen für eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Angst“ in Schule und Erwachsenenbildung weiterlesen

Das sehnsuchtsvolle Verlangen der Menschen nach Freiheit: Freiheit, die ich meine

25.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Der Mensch als frei und gleich an Würde und Rechten geborenes, mit Vernunft ausgestattetes, zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähiges, zur Bildung von Allgemeinurteilen befähigtes und auf die Gemeinschaft mit den Mitmenschen angewiesenes Lebewesen, wie dies in der abendländischen, anthropologischen (aristotelischen) und in der globalen Ethik der Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen vom… weiterlesen

Ein Pendant zum fachbezogenen Lernen

12.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Lernen ist Verhaltensänderung! In dieser gängigen Definition stecken Taxum und Tücke. Denn ein Verhalten ändern kann sowohl bedeuten, dass ein bestimmtes Denken und Handeln, Anerzogenes, Erworbenes und Zugefallenes durch neugebildete Erfahrungen und Wissen entsteht, als auch, dass durch Lernen einmal Gelerntes vergessen, überlagert, aber auch weiter entwickelt wird. Im Begriff „Lernen“ steckt somit… weiterlesen

Woher kommt das Gute?

11.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Kommt es von „Oben“, wie das Sprichwort verspricht? Kommt es geplant oder zufällig? Ist das Gute das  Alltägliche oder Besondere? Oder ist das Gute Lust und Last? Wir versuchen diese Fragen nicht aus der magischen Glaskugel zu lesen, auch nicht, indem wir sie abwartend „aussitzen“, oder sie erzwingen wollen. Vielmehr geht es darum, die Frage nach dem Guten im menschlichen Dasein als eine der wesentlichen… weiterlesen

„Zwei halbe Wahrheiten ergeben keine ganze...“

11.08.2015 | von Dr. Jos Schnurer
[1] ... vor allem dann nicht, wenn diese Wahrheiten widersprüchlich sind. Wir sind bei der Frage nach dem, was wahr und falsch ist und wie sich diese Diskrepanz objektiv und subjektiv dem menschlichen Denken und Handeln zueignet. In den vielfältigen Lebenslehren und existentiellen Interpretationen nach dem So-Sein des Menschen und dem Bemühen, mit der Frage „Wer bin ich?“ sich selbst und in sich die… weiterlesen

Zeit ist eine objektive Maßeinheit und eine subjektive Empfindung

31.07.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Zeit, wie sie in der Einsteinschen Relativitätstheorie begründet wird, ist eine physikalische Größe. Raum und Zeit befinden sich in einer mehrdimensionalen Beziehung und sind nicht voneinander zu trennen, was bedeutet, dass die Geschwindigkeit eines Körpers oder einer elektromagnetischen Welle vom jeweiligen Beobachtungsstandpunkt aus relativ ist. Diese physikalische Zuordnungen jedoch sind nicht unser… weiterlesen

Die Gleichzeitigkeit des Skandals

22.06.2015 | von Dr. Jos Schnurer
He!du dortmach dich aufwo immer du bistwir müssen zusammenkommenunter diesem Baumder nicht malgepflanztist Im Gedicht der karibisch-amerikanische Dichterin June Jordan (1936 – 2002) aus dem Jahr 1989 wird der Skandal, der die Welt in zwei Bereiche gliedert, als Appell für Menschlichkeit ausgedrückt. Es ist ein Aufruf zur Solidarität und zur Gegenwarts- und Zukunftsfähigkeit des Menschseins. Und… weiterlesen

Ordnung ist das halbe Leben!

19.06.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Die bekannte Volksweisheit stellt zu Recht fest, dass das, was mit dem Begriff „Ordnung“ ausgedrückt wird, zwar wichtig für menschliches Leben und Verhaltensweisen ist, jedoch eben nicht das Ganze umfasst. Die Unterscheidung zwischen Ordnung als formalem, rechtlichem, legalem Begriff und moralischem, emotionalem und unverbindlichem Wertungswort macht schon deutlich, dass es notwendig ist, etwas genauer… weiterlesen

Hilfe zur Selbsthilfe

19.06.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Ein (durchaus subjektiver) Aufweis über den aktuellen, wissenschaftlichen Diskurs zur Frage, wie die ENTWICKLUNG der Menschheit als humane Herausforderung zu leisten ist, welche Konzepte und Theorien dabei vorliegen, und welche Mängel und Defizite bewältigt werden müssen. Die Theoretiker haben die Frage, wie sich Entwicklung in einer Gesellschaft vollzieht, bisher weitgehend mit der Gleichung „Wachstum… weiterlesen

Lebenswandel

06.05.2015 | von Dr. Jos Schnurer
Leben wird nicht einfach nur gegeben – es gilt Leben zu führen! Diese anthropologische Grundkomponente bestimmt das Denken und Nachdenken über das menschliche Leben auf der Erde seit Menschen denken. Die aristotelische Bestimmung, dass der anthrôpos, der Mensch, als sprach- und vernunftbegabtes Lebewesen nach einem guten, gelingenden Leben strebt und dies in Gemeinschaft mit den Mitmenschen zu erreichen… weiterlesen

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren

10.04.2015 | von Dr. Jos Schnurer
In der GLOBALEN ETHIK, wie die von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierte ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE genannt wird, steht zuoberst das Bewusstsein, dass „die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet“. In… weiterlesen

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