Schnurers Beiträge

Nicht leichtfertig mit "Heimat" umgehen!

26.11.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Es muss aufmerksame, verantwortungsbewusste Zeitgenossinen und Zeitgenossen wundern – und beunruhigen – mit welcher Chuzpe und Leichtfertigkeit unsere demokratischen Politiker mit dem Begriff „Heimat“ umgehen! Wenn ihnen auf die Herausforderungen der rechtsradikalen und populistischen Szene in Deutschland, die den rassistischen Heimatbegriff als Markenzeichen ihres nationalistischen , völkischen und… weiterlesen

Chaos, Camouflage oder Care? - Zur Lage der Welt hier und heute

28.10.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Wohin treibt die Welt? Angesichts der vielfältigen, lokalen und globalen Krisen und Konflikten auf allen Gebieten, die das individuelle und kollektive Leben der Menschen berühren und beeinträchtigen. Zu nennen wären Klimakatastrophen, Finanz- und Wirtschaftskrisen, egoistische, nationalistische, fundamentalistische und populistische Zumutungen und Kakophonien? Und wohin treibt die Welt angesichts der… weiterlesen

Achtsamkeit – ein neues (altes) Zauberwort?

30.07.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Achtsamkeit in der von Momentanismen, Egozentrismen, Rassismen und Populismen geprägten Welt ist notwendiger denn je, und das individuell und kollektiv, lokal und global! Unter dieses Motto stellt Dr. Jos Schnurer seinen engagierten Beitrag, in dem er einem Trendbegriff auf den Grund geht.  Die Tugend „Achtsamkeit“ wird im anthropologischen, philosophischen, psychologischen und psychoanalytischen  Diskurs… weiterlesen

Was war, was ist, was sein wird!

02.06.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Erinnerungen und Visionen sind humane Signale des Lebens. In den Zeiten, in denen die Nebelwände des Lebens der Menschen die Sicht versperren, die Zuversicht und Hoffnung eintrüben, dass es gelingen müsse, allen Menschen auf der Erde ein gutes, gelingendes, friedliches und gerechtes Leben zu ermöglichen, ist der Mensch angehalten, seine Vernunft zu gebrauchen. Im anthropologischen, philosophischen… weiterlesen

Einsamkeit: Politisch und gesellschaftlich herausfordernd

29.05.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Im individuellen und gesellschaftlichen Leben der Menschen gilt Einsamkeit als ein Gefühl und eine Empfindung von Getrenntheit und Abgeschiedenheit von der menschlichen Kommunikation und Zusammengehörigkeit. Es wird etwas vermisst, was als notwendige und erwünschte Eigenschaft zum Menschsein gehört. Das Individuum ist nur als zôon koinônicon in der Lage und fähig, ein gutes, gelingendes Leben zu führen,… weiterlesen

Rabotti oder Ragtime?

18.03.2018 | von Dr. Jos Schnurer
In der technisierten, getakteten, ökonomischen Gesellschaft ist Zeit ein kapitalistischer Wert. Der Gegenbegriff dazu drückt sich in der Gedichtstrophe „Alles hat seine Zeit“ aus, und in dem revolutionären Protest: „Meine Zeit gehört mir!“. Die Kontroverse wird auch deutlich, wenn man auf der einen Seite die historische Erfahrung betrachtet, die sich in dem Spruch verdeutlicht: „Wess‘ Brot ich ess‘,… weiterlesen

Solidarität - ein Ziel für Bildung und Aufklärung

03.02.2018 | von Dr. Jos Schnurer
Angesichts der scheinbar überwiegenden, egoistischen und populistischen, lokalen und globalen Einstellungen, dass das „Ich“ im Vordergrund stehe und das „Wir“ nur ego- und ethnozentrisch von Bedeutung wäre, klingt es beinahe wie als das „Ewigestrige“, wenn bei dieser Entwicklung die Forderung nach solidarischem Denken und Handeln gestellt wird. Ist es tatsächlich so?  Der Psychoanalytiker Horst Eberhard… weiterlesen

Warum hören Menschen eher den Schwarz- als den Weißmalern zu?

30.10.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Der Schweizer Schriftsteller und Spiegel-Journalist Guido Mingels hat 2017 ein Buch vorgelegt, in dem er nachzuweisen versucht, dass es uns trotz der deutlichen, globalen Unsicherheiten, trotz Kriegen, Volkskrankheiten, Hunger, Umwelt- und Naturkatastrophen immer besser geht[1]. In seinem Essay „Sagen, was gut ist“, argumentiert er gegen den grassierenden Pessimismus bei den Menschen an und zeigt auf,… weiterlesen

Big Data – Heilsversprechen oder Irrweg?

13.10.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Es geht hier nicht darum, kulturpessimistische, kassandrische Weltuntergangsstimmungen zu verbreiten und den Wunsch zu formulieren, dass die einzige Rettung der Menschheit ein „zurück auf die Bäume“ sei. Vielmehr soll auf einige ausgewählte, vom Autor im Internet-Rezensionsdienst www.socialnet.de vorgestellte, wissenschaftliche Literatur zum Diskurs um die Neuen Technologien verwiesen werden, mit… weiterlesen

Freiheit, die ich meine! – Macht macht Macht!

17.09.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Eine freiheitliche, globale Zeitenwende wurde erhofft, als um die Jahrhundertwende die beiden konträren Weltmächte, der Westen und der Osten, sich anschickten, den „Kalten Krieg“ mit der Bedrohung durch Atomwaffen kontrolliert einzuhegen. Die Situation, dass „eine Handvoll von Männern in zwei widerstreitenden Lagern die Macht verschafft, einen Großteil der Menschheit in die Luft zu sprengen“ schien… weiterlesen

Kompromiss: Königsweg oder Höllenpfuhl?

17.09.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Im persönlichen Miteinander, wie im lokal- und globalgesellschaftlichen, politischen Zusammenleben der Menschheit kommt es darauf an, unterschiedliche individuelle und kollektive Meinungen, Auffassungen, Lebensvorstellungen und Weltanschauungen[1] so zusammen zu bringen, dass sie einer „globalen Ethik“ entsprechen, wie sie in der Menschenrechtsdeklaration vorgegeben ist: „Die Anerkennung der allen… weiterlesen

Lernen heißt: Verhalten ändern!

23.07.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Was ist Lernen? Diese Frage treibt Pädagogen, Psychologen und Philosophen (natürlich auch Pädagoginnen, Psychologinnen und Philosophinnen) um, seit der Mensch aufgrund seiner anthropologischen, evolutionären, intellektuellen Entwicklung in der Lage ist, zu denken und sich seines Verstandes bewusst zu sein. Der griechische, antike Philosoph Aristoteles bezeichnet „dianoia“, den Verstand, als die intellektuelle,… weiterlesen

Das Leben ist eines der risikoreichsten...

26.06.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Der Volksmund hat eine Reihe von Sprichwörtern parat, in denen „Risiko“ in ganz unterschiedlicher Weise thematisiert wird. Da ist zum einen der Spruch: „Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren!“, und der andere: „Meide das Risiko!“. Damit wird Risiko sowohl als Chance, wie auch als Gefahr für das anthropologische Denken und Tun der Menschen und zu seiner Existenz gehörig bezeichnet[1].… weiterlesen

Die Suche nach dem Wir - In Balance zwischen Individualismus und Kollektivismus

18.06.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Jeder Mensch ist ein Individuum. In seiner Ichheit und Einzigartigkeit ist er ein vernunftbegabtes Lebewesen, das in der scala naturae eine Mittelstellung zwischen Tier und Gott einnimmt und mit seiner Fähigkeit, Allgemeinurteile zu bilden und zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können, auch ein soziales Lebewesen, das darauf angewiesen ist, human mit den Mitmenschen zusammen zu leben (Aristoteles).… weiterlesen

Ist Altwerden eine Last, eine Lust oder ein Lamento?

30.04.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Es ist interessant – der Mensch verdrängt im allgemeinen die Tatsache, dass das Leben aus Jungsein und Altwerden besteht. Die Statistiken über das globale, demographische Bevölkerungswachstum malen zwei Menetekel an die Wand: Das eine ist die dramatische Zunahme der Bevölkerung durch Fertilität, also von Geburten in bestimmten (Armuts-)Regionen in der Welt, dagegen die Abnahme der Geburtenzahlen in… weiterlesen

Feigheit = sich selbst in Stich lassen

31.03.2017 | von Dr. Jos Schnurer
„I do not know, what fate awaits me  / I only know I must be brave / And I must face a man who hates me / Or lie a coward, a grave coward / Or lie a coward in my grave“[1]  Frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche ist ein Mensch feige, wenn er seine Überzeugung verliert und damit seine Identität vergisst, also sich selbst in Stich lässt, von sich abrückt. „Du bist nicht mehr Du“, heißt es dann, und es… weiterlesen

"Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" oder "Fake News"

21.02.2017 | von Dr. Jos Schnurer
Diese scheinbar paradoxe und unglaubliche Aussage ist wahr! Denn die Wirklichkeit, die uns Menschen umgibt, ist von Menschen gemacht. Sie ist natürlich oder entsteht künstlich. Sie ist also eine Erfindung, die sprachlich, gestisch, mimisch, traditionell oder modern ausgedrückt wird. Um das Rätsel und die Verunsicherung auflösen zu können, braucht es die Kritikfähigkeit – und die Unterscheidung von… weiterlesen

Verzeihen ist die beste Rache

31.12.2016 | von Dr. Jos Schnurer
In diesem Sprichwort summieren sich Ja und Nein der Tugend, verzeihen zu können. Wer verzeiht, zeigt Großherzigkeit, Nachsicht, Verständnis und Menschlichkeit; gleichzeitig wird mit dem Akt des Verzeihens Macht ausgeübt. Diese beiden Eigenschaften stellen gewissermaßen die intellektuelle, emotionale und moralische Herausforderung dar, dass Verzeihen nicht zu einer unverbindlichen, einfach so dahingesprochenen… weiterlesen

Glauben und Glaubenskritik sind Zwillinge

29.12.2016 | von Dr. Jos Schnurer
In der Wochenzeitung DIE ZEIT wurde vor mehr als sechs Jahren ein neues Ressort eingerichtet: Glauben & Zweifeln. Ziel der Seite ist es, „Vorstellungen von Religion, Ethik und Werten in säkularisierten Gesellschaften (zu) behandeln“. Mit dem Aufruf „Fang an zu denken!“ macht die Ressortleiterin und Zeit-Journalistin Evelyn Finger Mut, über Weltanschauungen kritisch nachzudenken. Mittlerweile hat sich… weiterlesen

Ich denke, also bin ich - Eine neue Kultur der Nachdenklichkeit?

21.12.2016 | von Dr. Jos Schnurer
„Der Mensch denkt – und ... lenkt?“. Zu allen Zeiten haben Menschen darüber nachgedacht, „Wer bin ich?“, philosophisch und alltagsweltlich; als intellektuelle Herausforderung, wie als Erwartung, es möge jemand oder etwas geben, ob ein Rezept oder eine Anweisung, in dem ihnen gesagt, empfohlen oder befohlen wird, wer sie seien und was sie zu tun hätten. Schaut man in die Geschichte des menschlichen… weiterlesen

angezeigt werden 41 - 60 von 124 Beiträgen | Seite 3 von 7