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Schnurers Beiträge

30.03.16 „Nichtstun ist eine Aufgabe fürs ganze Leben“ Dr. Jos Schnurer

Diese (abwegige?) Einstellung wird erst einmal Verwunderung, Kopfschütteln und Vogelzeigen bewirken! Wie soll das gehen, nichts tun? Geht es denn nicht im Leben darum, eine möglichst sinnvolle, befriedigende Arbeit zu haben, die, im Idealfall, mich in die Lage versetzt, ein möglichst gutes Leben zu führen? Im philosophischen, anthropologischen, aristotelischen Denken ist energeia, die Tätigkeit, im… weiter

30.03.16 Mut und Übermut Dr. Jos Schnurer

„Ziehe mutig in den Kampf“ (Liedanfang) –  „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ (Demokrit) - „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant) Bereits an diesen Zitaten wird die Spannweite erkennbar, die sich mit den Begriffen „Mut“ und „Übermut“ verbindet. Mit der etymologischen Ausdifferenzierung wird eine mutige Haltung oder Handlung sowohl als Herausforderung verstanden,… weiter

23.02.16 Leiten und Leiden Dr. Jos Schnurer

Warum dieser Gegensatz? Mit dem Essay soll zum einen darauf hingewiesen werden, dass jemand, der leitet, nicht unbedingt auch leiden muss; zum anderen – und das klingt paradox – dass jemand, der leitet und nicht leidet, kein richtiger Leiter ist, sondern vielleicht ein Hierarch, ein Tyrann, ein Herrscher, ein Bestimmer, ein Despot, ein Oligarch, ein Patriarch, ein Sophist, ein Diktator, ein ... Egoist… weiter

21.02.16 Strafe – Vergeltung oder Vergebung? Dr. Jos Schnurer

Im Wörterbuch wird der Begriff Strafe als zur Abgeltung eines begangenen Unrechts einem Täter auferlegte Buße erklärt. In der aristotelischen Philosophie wird hamartia, eine Verfehlung und schlechte Handlung, im Gegensatz zu adikêmata, als ungerechte Tat, weniger als moralisch schlechte Handlung, sondern eher als Irrtum verstanden, der sich durch die Handlungsumstände ergibt: Während sich der Tugendhafte… weiter

17.02.16 Theismus oder Atheismus? Dr. Jos Schnurer

Ich glaube an einen Gott! – Ich glaube an keinen Gott!, die beiden konträren Bekenntnissen unterscheiden sich nur durch einen Buchstaben – und sie sind doch so grundlegend verschieden in ihren semantischen wie existentiellen Aussagen! „Theismus“ wird im Fremdwörterbuch erklärt als der „Glaube an einen persönlichen, von außen auf die Welt einwirkenden Schöpfergott“, während „Atheismus“ als „Gottesleugnung,… weiter

16.02.16 Ich fühle Zuversicht Dr. Jos Schnurer

Mit dem Beitrag „Angst isst Seele auf“ [1] habe ich einige Literaturhinweise als Anregungen für eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Angst“ in Schule und Erwachsenenbildung gegeben. Mit der Aufforderung zur Zuversicht sollen diese Aspekte ergänzt und erweitert werden. Etwas mit Zuversicht angehen ist ein optimistischer Rat, der in der Praxis des Lebens immer wieder gegeben wird; im Gegensatz… weiter

16.02.16 Und bist du nicht willig, dann brauch’ ich Gewalt? Dr. Jos Schnurer

Gewalt ist ein janusköpfiges Phänomen im menschlichen Zusammenleben, sowohl in lokalen, regionalen und nationalen gesellschaftlichen, als auch in internationalen und globalen Zusammenhängen. Während in der aristotelischen Definition das Gewaltsame als widernatürlich betrachtet wird, ordnet der britische Staatsphilosoph Thomas Hobbes den Menschen als  homo homini lupus seine Gewaltnatur zu. Im gesellschaftlichen… weiter

24.11.15 Wie wird man zum Rechtsradikalen? Dr. Jos Schnurer

Wenn aus dem Gesicht des so genannten „Wutbürgers“ (was für ein verharmlosender Begriff für menschliche Entgleisung!) bei der Pegida-Demonstration der Hass heraus schreit, fragt sich der Bürger, wie eine solche Haltung entstehen kann. Mit der These, dass niemand als radikal, also egoistisch, ethnozentristisch oder rassistisch geboren, sondern entweder sich selbst zu einem Rechtsradikalen macht, oder… weiter

24.11.15 Die europäische Idee ist in Gefahr Dr. Jos Schnurer

Im Entwurf der 2003 vom Europäischen Konvent vorgelegten und von den europäischen Staaten bis heute nicht etablierten VERFASSUNG FÜR EUROPA [1], heißt es in der Präambel u.a.: „... der Kontinent Europa (ist) ein Träger der Zivilisation ... seine Bewohner (haben) ihn seit den Anfängen der Menschheit in immer neuen Schüben besiedelt ...im Laufe der Jahrhunderte die Werte entwickelt ( ), die den Humanismus… weiter

23.10.15 Glaubensstifter sind Menschen, nicht Götter Dr. Jos Schnurer

„Und Gott sprach...“; die vielfach wiederholte Formel, wie sie in der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments im Ersten Buch Mose zum Ausdruck kommt und sich in der drängenden Frage Abrahams verdichtet: „Herr, mein Gott, was willst du mir geben?“, verweist darauf, dass Mensch nicht Gott sein kann, es also zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen einen Unterschied gibt. Auch im Koran, dem islamischen,… weiter

23.10.15 „Schauen Sie nicht zu, sondern hin“ Dr. Jos Schnurer

[1] Wir leben im Jahrhundert der Flüchtlinge; diese Kennzeichnung des Zustandes in unserer (Einen?) Welt dient Schriftstellern, Kommentatoren und Politikern als Beschreibung darüber, dass Millionen von Menschen aus politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Gründen unterwegs sind, um vom heimatlichen, nicht mehr lebenswerten und existenzgefährdeten Ort wegzuziehen, hin zu einem, der bessere und… weiter

23.10.15 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Jos Schnurer

Menschliches Denken und Tun, vor allem wenn es intellektuell, also mit Bewusstsein und Verstand geschieht, ist verbunden mit Sinneseindrücken, denen der anthrôpos in all seinen Denken und Tun ausgesetzt ist. Das Nachdenken über das menschliche Sein gehört somit zu den Alltäglichkeiten wie Besonderheiten im menschlichen Leben [1]. Es lohnt somit, über Begrifflichkeiten zu reflektieren, die wir im allgemeinen… weiter

09.10.15 Wer hasst, verliert die eigene Orientierung - Eine didaktische Herausforderung Dr. Jos Schnurer

Warum gibt es soviel Hass in der Welt? Im Individuellen wie im Gesellschaftlichen? Im Lokalen wie im Globalen? Das Hässliche als das Böse und als Gegenteil des Guten, wird in der anthropologischen, abendländischen Philosophie immer mit der Abwesenheit des Göttlichen und der Erdhaftigkeit des Menschlichen bezeichnet. Der griechische Philosoph Platon hat im aischrón, dem Hässlichen, das Minderwertige… weiter

23.09.15 Individuum und Gesellschaft Dr. Jos Schnurer

Nach der anthropologischen, abendländischen Betrachtung ist der anthrôpos, der Mensch, ein durch seine Individualität und Einzigartigkeit gekennzeichnete Existenz gleichzeitig ein Gemeinschaftswesen[1]: Sein Streben nach einem guten, gelingenden Leben wird ihm kraft seiner Vernunftbegabung und seiner Fähigkeit ermöglicht, Allgemeinurteile zu bilden, zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können. Als… weiter

25.08.15 Vielfalt nicht Einfalt -Reden hinter der Hand Dr. Jos Schnurer

Warum wir im Bildungs- und Erziehungsprozess bewusst machen sollten, dass „Lästern“ kein harmloses Geplänkel ist, sondern Böses bewirken kann weiter

25.08.15 Angst isst Seele auf [1] Dr. Jos Schnurer

Anregungen für eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Angst“ in Schule und Erwachsenenbildung weiter

25.08.15 Das sehnsuchtsvolle Verlangen der Menschen nach Freiheit: Freiheit, die ich meine Dr. Jos Schnurer

Der Mensch als frei und gleich an Würde und Rechten geborenes, mit Vernunft ausgestattetes, zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähiges, zur Bildung von Allgemeinurteilen befähigtes und auf die Gemeinschaft mit den Mitmenschen angewiesenes Lebewesen, wie dies in der abendländischen, anthropologischen (aristotelischen) und in der globalen Ethik der Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen vom… weiter

12.08.15 Ein Pendant zum fachbezogenen Lernen Dr. Jos Schnurer

Lernen ist Verhaltensänderung! In dieser gängigen Definition stecken Taxum und Tücke. Denn ein Verhalten ändern kann sowohl bedeuten, dass ein bestimmtes Denken und Handeln, Anerzogenes, Erworbenes und Zugefallenes durch neugebildete Erfahrungen und Wissen entsteht, als auch, dass durch Lernen einmal Gelerntes vergessen, überlagert, aber auch weiter entwickelt wird. Im Begriff „Lernen“ steckt somit… weiter

11.08.15 Woher kommt das Gute? Dr. Jos Schnurer

Kommt es von „Oben“, wie das Sprichwort verspricht? Kommt es geplant oder zufällig? Ist das Gute das  Alltägliche oder Besondere? Oder ist das Gute Lust und Last? Wir versuchen diese Fragen nicht aus der magischen Glaskugel zu lesen, auch nicht, indem wir sie abwartend „aussitzen“, oder sie erzwingen wollen. Vielmehr geht es darum, die Frage nach dem Guten im menschlichen Dasein als eine der wesentlichen… weiter

11.08.15 „Zwei halbe Wahrheiten ergeben keine ganze...“ Dr. Jos Schnurer

[1] ... vor allem dann nicht, wenn diese Wahrheiten widersprüchlich sind. Wir sind bei der Frage nach dem, was wahr und falsch ist und wie sich diese Diskrepanz objektiv und subjektiv dem menschlichen Denken und Handeln zueignet. In den vielfältigen Lebenslehren und existentiellen Interpretationen nach dem So-Sein des Menschen und dem Bemühen, mit der Frage „Wer bin ich?“ sich selbst und in sich die… weiter

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Aktuelle Rezension

Buchcover

Klaus-Peter Hufer: Argumentations­training gegen Stammtischparolen. Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2016. 10. Auflage. 117 Seiten. ISBN 978-3-87920-054-2.
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