Betreuungsgeld stoppen

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) lehnt die für 2013 geplante Einführung eines Betreuungsgeldes ab und fordert die Regierung auf, die entsprechenden Anträge, die heute im Bundestag beraten werden, zu unterstützen. "Anstatt finanzielle Anreize zu schaffen, die Bildungsbeteiligung von Kindern und die Erwerbstätigkeit von Eltern zu verringern, sollte der Staat in frühkindliche Bildung und qualitativ hochwertige Betreuungseinrichtungen investieren", so Edith Schwab, Bundesvorsitzende des VAMV. "Davon würden besonders Alleinerziehende als Familienernährerinnen profitieren. Denn Alleinerziehende brauchen Kitaplätze und kein Betreuungsgeld." Wie die Anhörung zum Betreuungsgeld im Bundestag im vergangenen Jahr bestätigte, sind sich die Experten einig: das Betreuungsgeld ist sozial-, integrations- und gleichstellungspolitisch verfehlt und verfassungsrechtlich problematisch. Schwab ist erstaunt: "Dass die Bundesregierung wider besseren Wissens handelt, zeigt dass Ideologie anscheinend mehr Wert ist als Sachkenntnis."

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) vom 29.03.2012
www.vamv.de