Im Dialog mit der Jugend in Europa

Im Dialog mit der Jugend in Europa

Ein zentrales Instrument der Jugendbeteiligung in Europa ist der Strukturierte Dialog. Das Ziel ist, junge Menschen und ihre Organisationen aktiv und nachhaltig an der Politikgestaltung in Europa zu beteiligen. Jugendliche treten mit politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen in Dialog und diskutieren ausgewählte Themen. Die Ergebnisse dieser lokalen, regionalen und nationalen Debatten werden an die europäische Ebene weitergegeben und auf halbjährlichen europäischen Jugendkonferenzen mit den Forderungen Jugendlicher aus anderen EU-Ländern zusammengeführt. Zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland startete der Deutsche Bundesjugendring im Sommer ein Projekt, das die Prozesse bis Ende 2013 begleiten wird. Im Rahmen des Projektes wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aufgabe der Koordinierungsstelle ist unter anderem, Ergebnisse der Debatten in Deutschland sichtbar zu machen und ihren Transfer auf die europäische Ebene – und wieder zurück – sicherzustellen. Darüber hinaus hat sie den Auftrag, Interessierte bei Aktivitäten zum Strukturierten Dialog zu unterstützen und die verschiedenen Akteure miteinander zu vernetzen. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird zudem eine nationale Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Erfahrungen verschiedener Institutionen, Projekte und Ebenen zum Strukturierten Dialog zusammenbringt, die Arbeit der Koordinierungsstelle begleitet sowie geeignete Rahmenbedingungen und Beispiele guter Praxis für den Strukturierten Dialog herausarbeitet. Der Strukturierte Dialog ist Teil der 2009 verabschiedeten EU-Jugendstrategie, die den Rahmen für die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten im Jugendbereich für den Zeitraum 2010 bis 2018 festlegt. Projektleiterin ist Ann-Kathrin Fischer, sie wird unterstützt durch Tim Schrock. Kontakt und Informationen: www.dialog.dbjr.de.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundesjugendrings vom 13.10.2010
http://www.dbjr.de